Bayern, Deutschland

Prozess um Anschlag auf Demo gestartet

16.01.2026 - 10:34:00

Es ist fast ein Jahr her, dass ein Autofahrer in München in eine Menschenmenge raste, Mutter und Kind tötete und Dutzende Menschen verletzte. Jetzt beginnt der Prozess.

  • Ein Kinderwagen liegt nach dem Anschlag auf der Straße, ein zweijähriges Kind starb. (Archivbild) - Foto: Christoph Trost/dpa

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  • Das Auto war in einen Demonstrationszug gerast. (Archivbild) - Foto: Matthias Balk/dpa

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  • Das zerstörte Auto nach dem Anschlag. (Archivbild) - Foto: Matthias Balk/dpa

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  • «Ruhe in Frieden, ihr 2 Engel» hatte jemand im Gedenken an die Opfer geschrieben. (Archivbild) - Foto: Pia Bayer/dpa

    Pia Bayer/dpa

Ein Kinderwagen liegt nach dem Anschlag auf der Straße, ein zweijähriges Kind starb. (Archivbild) - Foto: Christoph Trost/dpaDas Auto war in einen Demonstrationszug gerast. (Archivbild) - Foto: Matthias Balk/dpaDas zerstörte Auto nach dem Anschlag. (Archivbild) - Foto: Matthias Balk/dpa«Ruhe in Frieden, ihr 2 Engel» hatte jemand im Gedenken an die Opfer geschrieben. (Archivbild) - Foto: Pia Bayer/dpa

Vor dem Oberlandesgericht München hat der Prozess um den Anschlag auf eine Demonstration in München mit zwei Toten und Dutzenden Verletzten begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft einem 25 Jahre alten Afghanen zweifachen Mord und 44-fachen Mordversuch vor. Sie geht von islamistischem Terrorismus als Motiv aus. 

Der Angeklagte versteckte sein Gesicht hinter einer roten Mappe und hob den rechten Zeigefinger - eine verbreitete Geste unter Muslimen weltweit, die den Glauben an den einen und einzigartigen Gott symbolisieren soll. 

Der Angeklagte war vor knapp einem Jahr, am 13. Februar 2025, noch am Tatort festgenommen worden, nachdem er mit seinem Kleinwagen in die Menschenmenge gerast war. Er soll das Auto gezielt in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi mit rund 1.400 Teilnehmern gelenkt haben. Eine Mutter und ihre erst zwei Jahre alte Tochter starben, 44 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. 

Nach Ermittlerangaben hatte der Mann «Allahu Akbar» gerufen und nach seiner Tat gebetet. In seiner Vernehmung habe er eingeräumt, bewusst in die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Demonstrationszugs gefahren zu sein - «aus einer übersteigerten religiösen Motivation heraus», wie die Ermittler es einschätzen. 

Die Verhandlung begann wegen langer Schlangen an der Einlasskontrolle mit rund einer Dreiviertelstunde Verspätung. Bis in den Sommer hinein sind Verhandlungstermine am OLG München angesetzt, das Urteil könnte am 25. Juni fallen.

@ dpa.de

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