EU-RatsprĂ€sident, RĂŒstungsindustrie

EU-RatsprĂ€sident drĂ€ngt auf stĂ€rkere europĂ€ische RĂŒstungsindustrie

18.07.2024 - 21:40:16

EU-RatsprÀsident Charles Michel legt den EU-Mitgliedsstaaten nahe, den durch die US-Wahl denkbaren RealitÀten ins Auge zu blicken und schon jetzt entsprechend zu handeln.

Europa sei aufgefordert, zum einen die wirtschaftliche Basis zu krĂ€ftigen sowie den gemeinsamen Markt zu vertiefen und auf der anderen Seite die europĂ€ische Verteidigung weiter zu stĂ€rken, sagte Michel am Rande des Treffens der EuropĂ€ischen Politischen Gemeinschaft in der NĂ€he von Oxford dem Fernsehsender Phoenix. "Aufgrund der Herausforderungen, die wir zu bewĂ€ltigen haben, brauchen wir mehr VerteidigungskapazitĂ€ten und mĂŒssen unsere RĂŒstungsindustrie stĂ€rken". Das BĂŒndnis mit den USA werde an StĂ€rke gewinnen, wenn sich Europa wirtschaftlich und verteidigungspolitisch weiterentwickele. "Wir sind ein loyaler Partner fĂŒr die USA. Es ist aber auch ganz klar, dass wir unsere eigenen Interessen und Empfindlichkeiten haben", so der RatsprĂ€sident weiter.

Notwendig sei eine "respektvolle Partnerschaft". In Bezug auf die UnterstĂŒtzung der Ukraine dĂŒrfe die Welt jetzt nicht nachlassen. Man mĂŒsse den US-BĂŒrgern klarmachen, dass es auch fĂŒr ihre eigene Sicherheit und StabilitĂ€t sinnvoll sei, "dass wir Russland nicht den Sieg schenken können". Auch die Vereinigten Staaten mĂŒssten gegenĂŒber Russland weiterhin StĂ€rke zeigen. "Wenn die USA ein schwaches Signal aussenden, dann richtet sich das auch an andere autoritĂ€re Regime, etwa in China", so Michel.

@ dts-nachrichtenagentur.de