Gesundheitspolitik, VerbÀnde

EU-Tabak- und Nikotinpolitik: 201 Unternehmen und VerbĂ€nde fordern Kurswechsel / BVTE unterstĂŒtzt Appell an von der Leyen - BeschĂ€ftigung sichern, Schwarzmarkt eindĂ€mmen

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:05 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Berlin - 201 Unternehmen, VerbĂ€nde und Organisationen aus der europĂ€ischen Tabak- und Nikotinwertschöpfungskette haben sich mit einem gemeinsamen Appell an EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen gewandt. Auch der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) unterstĂŒtzt die Initiative. Anlass sind die anstehenden Entscheidungen auf EU-Ebene: Bis Jahresende will die EU-Kommission VorschlĂ€ge zur Überarbeitung der Tabakprodukt- und Tabakwerberichtlinie vorlegen. Zugleich drĂ€ngt die irische RatsprĂ€sidentschaft auf eine Einigung zur Tabaksteuerrichtlinie beim ECOFIN-Rat am 9. November. Die Unterzeichner warnen davor, dass sich die Belastungen aus den einzelnen Vorhaben gegenseitig verstĂ€rken und Investitionen, Innovationen und BeschĂ€ftigung in Europa gefĂ€hrden. Sie fordern wissenschaftlich fundierte und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸige Regulierungsentscheidungen, die auch die wirtschaftlichen Folgen berĂŒcksichtigen.
EU-Tabak- und Nikotinpolitik: 201 Unternehmen und VerbĂ€nde fordern Kurswechsel / BVTE unterstĂŒtzt Appell an von der Leyen - BeschĂ€ftigung sichern, Schwarzmarkt eindĂ€mmen - Bild: presseportal.de

350.000 ArbeitsplÀtze brauchen verlÀssliche Rahmenbedingungen

In Deutschland ist der Sektor ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Vom Tabakanbau ĂŒber Zulieferer, Dienstleister und mittelstĂ€ndische wie große Hersteller bis hin zu Tausenden Handelsbetrieben sichert er mit seinen AktivitĂ€ten und den daraus entstehenden wirtschaftlichen Impulsen rund 350.000 ArbeitsplĂ€tze. EU-weit sichert die Branche mehr als 1,5 Millionen ArbeitsplĂ€tze, trĂ€gt jĂ€hrlich rund 195 Milliarden Euro zum EU-Bruttoinlandsprodukt bei und generiert ĂŒber 107 Milliarden Euro an Verbrauchsteuern und Mehrwertsteuer.

"WettbewerbsfĂ€higkeit darf kein Versprechen fĂŒr Sonntagsreden bleiben. Sie muss zum Maßstab fĂŒr die RegulierungsvorschlĂ€ge der EU-Kommission werden - auch fĂŒr unsere Branche", betont BVTE-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Jan MĂŒcke.

Illegalen Handel eindĂ€mmen statt begĂŒnstigen

Die Unterzeichner warnen zugleich vor einer Politik, die einseitig auf Verbote, EinschrĂ€nkungen und die Bevormundung der Verbraucher setzt. Eine solche Regulierung weite den illegalen Handel aus und eröffne der organisierten KriminalitĂ€t zusĂ€tzliche Einnahmequellen. Bereits heute stammt etwa jede zehnte in der EU konsumierte Zigarette aus illegalen Quellen. Der jĂ€hrliche Steuerausfall wird auf rund 13 Milliarden Euro beziffert. Bei neuen Regulierungsmaßnahmen mĂŒsse deshalb geprĂŒft werden, ob sie Verbraucher in den Schwarzmarkt treiben und die Vollzugsbehörden zusĂ€tzlich belasten. Das ist gerade fĂŒr Deutschland angesichts der jĂŒngst verabschiedeten massiven Tabaksteuererhöhungen von besonderer Bedeutung.

"Wer Gesundheit schĂŒtzen will, darf dem Schwarzmarkt keine Kunden zufĂŒhren", erklĂ€rt MĂŒcke.

Die 201 Organisationen bieten der EU-Kommission ihre konstruktive Mitwirkung an den anstehenden Regulierungsvorhaben an.

Anlage: Gemeinsamer Appell von 201 Unternehmen und VerbÀnden vom 3. November 2026

Ansprechpartner fĂŒr RĂŒckfragen:

Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)
Jan MĂŒcke
HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer
Georgenstraße 25
10117 Berlin
Tel. +49 30 88 66 36 - 123
presse@bvte.de
www.bvte.de | www.tabaksteuer-mit-augenmass.de |
www.linkedin.de/company/bvte

Original-Content von: Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/616730

de | politik | 70450486 |