FDP-Drogenpolitikerin verteidigt Cannabis-PlÀne gegen Kritik
05.11.2023 - 10:41:33Die drogenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Kristine LĂŒtke, hat die geplante Cannabis-Freigabe in Deutschland gegen anhaltende Kritik verteidigt. Die Verbotspolitik sei gescheitert, es brauche einen Paradigmenwechsel, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Hintergrund sind kritische Stellungnahmen verschiedener groĂer VerbĂ€nde aus Polizei, Justiz und Medizin zu dem Vorhaben. An diesem Montag sind Experten und VerbĂ€nde dazu im Gesundheitsausschuss des Bundestages zu einer Anhörung eingeladen.
LĂŒtke bekrĂ€ftigte, dass es der Ampel-Koalition bei der geplanten Freigabe der Droge um einen besseren Jugend- und Gesundheitsschutz gehe. «Cannabis wird auch jetzt bereits konsumiert», sagte sie und verwies darauf, dass Schwarzmarktprodukte oft verunreinigt und mit gefĂ€hrlichen Substanzen gestreckt seien. Sie nannte etwa Haarspray, Blei oder synthetische Cannabinoide. Geplant seien mehr AufklĂ€rung und PrĂ€vention und der Zugang zu Cannabis zu Genusszwecken aus Eigenanbau oder aus Clubs mit kontrollierter Herkunft und QualitĂ€t, «um den illegalen Bezug vom Schwarzmarkt zurĂŒckzudrĂ€ngen».
SPD, GrĂŒne und SPD wollen nach derzeitigen PlĂ€nen noch vor dem Jahreswechsel ihr Gesetz zur Teil-Legalisierung von Cannabis im Bundestag beschlieĂen. Cannabis soll demnach im BetĂ€ubungsmittelgesetz von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen werden. FĂŒr VolljĂ€hrige ab 18 soll der Besitz von 25 Gramm erlaubt werden. Privat sollen maximal drei Pflanzen angebaut werden dĂŒrfen. In Cannabis-Clubs sollen Vereinsmitglieder die Droge gemeinschaftlich anbauen und gegenseitig abgeben dĂŒrfen.


