F-16-Absturz auf Airbase Spangdahlem: Pilot rettet sich per Schleudersitz
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 17:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuf der US-Airbase Spangdahlem in der Eifel ist am Dienstag gegen 14.30 Uhr ein F-16-Kampfjet abgestĂŒrzt; der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und wird medizinisch behandelt.
Flugzeug vollstÀndig zerstört
Nach Angaben der Airbase wurde die Maschine bei dem Absturz vollstĂ€ndig zerstört. Ausgebrannte Flugzeugteile liegen auf dem GelĂ€nde des MilitĂ€rstĂŒtzpunkts.
Die F-16 gehört zum 52. Jagdgeschwader, das in Spangdahlem stationiert ist. Die Ursache des UnglĂŒcks wird untersucht.
Katastrophenschutz im Einsatz
Bei den Löscharbeiten unterstĂŒtzte der Brand- und Katastrophenschutz des Eifelkreises Bitburg-PrĂŒm. Der Kreis teilte mit, zu Unfallhergang und weiteren Einzelheiten zunĂ€chst keine Angaben machen zu können.
Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Mensch verletzt. Weitere Verletzte wurden zunÀchst nicht gemeldet.
FrĂŒhere AbstĂŒrze bei Spangdahlem
In Spangdahlem ist eine F-16-Kampfjetstaffel mit rund 20 Flugzeugen beheimatet. Sie unterstĂŒtzt weltweit EinsĂ€tze der US-Luftwaffe und der Nato. Am Standort arbeiten nach jĂŒngsten Angaben rund 5.000 militĂ€rische und zivile BeschĂ€ftigte sowie Angehörige; auĂerdem beschĂ€ftigt die Airbase etwa 700 bis 800 Deutsche.
Zuletzt war im Oktober 2019 eine F-16 in der NĂ€he der Airbase in einem Wald bei Zemmer-Rodt im Kreis Trier-Saarburg abgestĂŒrzt. Der Pilot rettete sich bei dem Routine-Ăbungsflug mit dem Schleudersitz und erlitt leichte Verletzungen.
Wichtiger US-Standort
Im September 2006 stĂŒrzte eine F-16 aus Spangdahlem bei Oberkail ab. Auch damals rettete sich der Pilot mit dem Schleudersitz. Im April 2011 ging ein weiteres US-MilitĂ€rflugzeug aus Spangdahlem bei Laufeld zu Boden; der Pilot ĂŒberlebte verletzt.
Die US-Luftwaffe ist seit Mitte der 1950er Jahre in Spangdahlem prĂ€sent. Neben Ramstein gilt die Airbase als einer der wichtigsten US-MilitĂ€rflugplĂ€tze in Deutschland. PlĂ€ne fĂŒr einen Abzug wurden unter dem damaligen und heutigen US-PrĂ€sidenten Donald Trump nicht umgesetzt und 2021 auf Eis gelegt.
MilitÀrischer Standort in der Eifel
Der Absturz ereignete sich auf einem US-StĂŒtzpunkt, der seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der amerikanischen PrĂ€senz in Deutschland ist. Spangdahlem dient als Standort des 52. Jagdgeschwaders und unterstĂŒtzt EinsĂ€tze der US-Luftwaffe sowie der Nato. FĂŒr die Region besitzt die Airbase zugleich wirtschaftliche Bedeutung, weil dort mehrere Tausend militĂ€rische und zivile BeschĂ€ftigte sowie zahlreiche Angehörige leben.
Belastung fĂŒr EinsatzkrĂ€fte und Anwohner
Bei einem Absturz auf dem Flugplatz greifen militĂ€rische Rettungs- und Sicherungsstrukturen unmittelbar ineinander. Hinzu kommen kommunale Feuerwehren und der Katastrophenschutz. FĂŒr die Bevölkerung stehen zunĂ€chst die medizinische Versorgung des Piloten, die BrandbekĂ€mpfung und die Sicherung des GelĂ€ndes im Vordergrund. Die Absturzursache wird erst nach der Auswertung von TrĂŒmmern, Flug- und Wartungsdaten belastbar feststehen.
FrĂŒhere UnfĂ€lle am Standort
Der aktuelle Absturz reiht sich in eine Vorgeschichte mehrerer UnfĂ€lle mit Flugzeugen aus Spangdahlem ein. 2019 stĂŒrzte eine F-16 bei Zemmer-Rodt ab; auch damals rettete sich der Pilot per Schleudersitz. Weitere AbstĂŒrze wurden 2006 bei Oberkail und 2011 bei Laufeld registriert. Die wiederholten Ereignisse machen deutlich, dass militĂ€rischer Flugbetrieb trotz umfangreicher Sicherheitsverfahren ein besonderes Risiko fĂŒr die Besatzungen und die Umgebung bleibt.
