Millionen, Menschen

Knapp zwei Millionen Menschen von Unwettern in Teilen Europas betroffen

18.09.2024 - 11:47:13 | dpa.de

Fast zwei Millionen Menschen sind nach Angaben von EU-Kommissar Janez Lenarcic in den vergangenen Tagen von den Überschwemmungen in Teilen Europas betroffen gewesen.

"In nur wenigen Tagen fiel das Drei- bis Vierfache der durchschnittlichen monatlichen Niederschlagsmenge", so der fĂŒr KrisenprĂ€vention zustĂ€ndige Spitzenpolitiker in einer Rede im Europaparlament in Straßburg. Dadurch seien FlĂŒsse wie die Donau auf ein Niveau anstiegen, das seit einem Jahrhundert nicht mehr erreicht worden sei.

Diese Tragödie sei keine Anomalie. Sie werde schnell zur Norm fĂŒr die Zukunft, sagte Lenarcic. Es brauche mehr Schutz. "Jeder Euro, der in PrĂ€vention und Vorsorge investiert wird, bringt in der Regel zwischen zwei und zehn Euro an vermiedenen Verlusten, Reaktionskosten und anderen Vorteilen zurĂŒck", so der EU-Kommissar.

MilliardenschÀden

"Der Klimawandel ist da, er trifft uns alle, in Form von Überschwemmungen, BrĂ€nden und DĂŒrren", sagte die GrĂŒnen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Terry Reintke. Zwischen 1980 und 2022 hĂ€tten extreme Wetter- und Klimaereignisse in den EU-Mitgliedstaaten bereits SchĂ€den in Höhe von schĂ€tzungsweise 650 Milliarden Euro angerichtet.

Es brauche eine Pflicht, bezahlbare Elementarschadensversicherung abzuschließen, sagte der CDU-Europaabgeordnete Oliver Schenk. EigentĂŒmer verließen sich zu oft darauf, dass der Staat einspringe. In Deutschland scheitere dies derzeit am Widerstand der FDP, obwohl sich die BundeslĂ€nder dafĂŒr ausgesprochen hĂ€tten und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine Lösung zugesagt habe.

Die frisch gewĂ€hlte Abgeordnete und Aktivistin Carola Rackete forderte, Geld - etwa von Öl- und Gas-Unternehmen - zur Begleichung der SchĂ€den zu nutzen. Die parteilose FlĂŒchtlings- und Klimaaktivistin war ĂŒber die Linken ins Parlament eingezogen.

Klimawandel in Deutschland

Deutschland hat sich im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits um 1,6 Grad erwĂ€rmt - das ist mehr als der weltweite Durchschnitt und fĂŒhrt laut Umweltbundesamt sowie Deutschem Wetterdienst unter anderem zu hĂ€ufigeren Hitzewellen und DĂŒrrephasen. SchĂ€den durch stĂ€rkere Unwetter kommen hinzu.

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