FC Bayern München, Uli Hoeneß

FC Bayern: Hoeneß nennt Nations League „Witz des Jahres“

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 11:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Uli Hoeneß sieht in der Nations League einen wesentlichen Grund für die schwierige Ausgangslage des FC Bayern. Präsident Herbert Hainer erwartet trotzdem, dass München am Saisonende an der Tabellenspitze steht.

  • Uli Hoeneß kritisiert die UEFA. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa
    Uli Hoeneß kritisiert die UEFA. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa
  • Die Bayern-Granden Hoeneß und Hainer erwarten den FC Bayern wieder an der Tabellenspitze. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa
    Die Bayern-Granden Hoeneß und Hainer erwarten den FC Bayern wieder an der Tabellenspitze. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa
Uli Hoeneß kritisiert die UEFA. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa Die Bayern-Granden Hoeneß und Hainer erwarten den FC Bayern wieder an der Tabellenspitze. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa

Hoeneß kritisiert internationalen Spielkalender

  • Uli Hoeneß nennt die Nations League wegen der frühen Unterbrechung nach Saisonbeginn den „Witz des Jahres“.
  • 18 Bayern-Spieler waren nach Angaben des Ehrenpräsidenten auf Reisen.
  • Herbert Hainer führt die Belastung auch auf die lange WM und die Einsätze der Nationalspieler zurück.

Uli Hoeneß hat die internationalen Fußball-Verbände für die Belastung des FC Bayern München kritisiert und insbesondere die Nations League angegriffen.

Frühe Pause nach Saisonbeginn

„Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen“, sagte der Ehrenpräsident bei Bild TV.

Bayern-Spieler wie Harry Kane und Michael Olise waren bis zum letzten WM-Wochenende dabei. Nach dem Saisonstart am 28. August folgte bereits die nächste Unterbrechung durch Länderspiele.

Hoeneß fordert mehr Einfluss der Vereine

Vor allem die Nations League stößt bei Hoeneß auf Ablehnung. Vier Wochen nach Beginn der Bundesliga bereits zwei Wochen zu pausieren, sei für die Vereine eine Katastrophe, sagte der 74-Jährige.

Der FC Bayern habe 18 Spieler auf Reisen gehabt. Dass dadurch der Rhythmus verloren gehe, sei normal. Die Vereine müssten sich „endlich mal durchsetzen“, weil sie die Spieler bezahlten, argumentierte Hoeneß.

Hainer erwartet Bayern an der Spitze

In der Bundesliga liegt der deutsche Rekordmeister derzeit zwei Punkte hinter der Tabellenspitze. Hoeneß bezeichnete die Nations League als „albernen Wettbewerb“ und „Witz des Jahres“.

Bayern-Präsident Herbert Hainer stimmte ihm zu. Keine andere Mannschaft sei in der Bundesliga und international dermaßen belastet gewesen, sagte Hainer. Die Einsätze in der Nations League und die Reisen hätten die Profis beansprucht.

Das habe man wahrscheinlich auch beim 2:2 gegen den FC Augsburg gesehen. Trotzdem sei er überzeugt, dass am Ende der FC Bayern vorne stehen werde.

Belastung durch Kalender und Nationalteams

Die Kritik zielt auf ein strukturelles Spannungsfeld im Profifußball: Vereine tragen die Kosten für ihre Kader, während Nationalmannschaften auf dieselben Spieler zugreifen. Besonders stark betrifft das Klubs mit vielen Nationalspielern. Reisen, kurze Erholungsphasen und wechselnde taktische Anforderungen verkürzen die gemeinsame Trainingszeit im Verein.

Für den FC Bayern fiel die Unterbrechung nach dem Saisonstart in eine Phase, in der sich die Mannschaft sportlich stabilisieren musste. Zwei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze sind nach dem in der Meldung genannten Saisonverlauf kein großer Abstand, erhöhen aber den Druck auf jede weitere Partie. Das 2:2 gegen Augsburg verstärkte die Debatte über fehlenden Rhythmus.

Streit über die Nations League

Die Nations League soll Nationalmannschaften regelmäßige Pflichtspiele auf vergleichbarem Niveau ermöglichen. Aus Vereinssicht verlängert der Wettbewerb jedoch den ohnehin dicht gefüllten Kalender. Hinzu kommen nationale Liga, Pokal, internationale Wettbewerbe und große Turniere. Die Belastung verteilt sich dabei nicht gleichmäßig: Spitzenteams stellen besonders viele Spieler ab.

Die Auseinandersetzung dürfte deshalb über Bayern München hinausreichen. Sie berührt die Verteilung von Einnahmen, Risiken und Einfluss zwischen Vereinen, Verbänden und Ligen. Für Fans bedeutet der Konflikt vor allem, dass der Spielplan dichter bleibt und Form, Fitness sowie Verfügbarkeit der Leistungsträger stärker von internationalen Einsätzen abhängen.

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