Ex-Justizminister, CSU-Asylforderung

Ex-Justizminister hĂ€lt CSU-Asylforderung fĂŒr rechtlich bedenklich

04.01.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

FDP-GeneralsekretĂ€r Marco Buschmann hat rechtliche Bedenken gegen die CSU-Forderung nach ZurĂŒckweisungen von FlĂŒchtlingen an der deutschen Grenze geltend gemacht.

FlĂŒchtlinge in einer
FlĂŒchtlinge in einer "Zeltstadt" (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Politisch befĂŒrworte ich die ZurĂŒckweisung auch von Menschen, die an der deutschen Grenze um Asyl bitten, wenn sie aus einem anderen EU-Staat kommen, denn dort sind sie sicher", sagte Buschmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). "Rechtlich haben deutsche Gerichte aber seit 2019 immer wieder entschieden, dass das nicht zulĂ€ssig sei." Das sei in der Wissenschaft ebenfalls umstritten, sagte der ehemalige Justizminister.

"Daher halte ich eine völker- und europarechtliche Änderung der Rechtslage fĂŒr zwingend." Als Justizminister der Ampelkoalition hatte Buschmann vorgeschlagen, die von der Union geforderten ZurĂŒckweisungen zunĂ€chst an einem eingeschrĂ€nkten Grenzabschnitt zu prĂŒfen, um mögliche Rechtsstreitigkeiten zu verhindern. Irritiert zeigte sich Buschmann ĂŒber die Forderung von CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz nach Abschiebungen nach zwei Straftaten. "Das hat mich etwas verwundert. Denn das geltende Recht ermöglicht schon jetzt Abschiebungen in vielen FĂ€llen bereits nach der ersten Straftat", sagte Buschmann. Über eine Ausweitung dieser Regelung könne man aber sprechen.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 66408260 |