WDH / Steinmeier: Finnlands Nato-Mitgliedschaft macht Europa sicherer
08.05.2024 - 18:13:46(fehlender Buchstabe in Ortsmarke ergÀnzt)
BERLIN (dpa-AFX) - Finnlands Nato-Mitgliedschaft zeigt nach den Worten von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier positive Wirkung. "Sie erhöht die Sicherheit Finnlands, das natĂŒrlich, sie stĂ€rkt vor allen Dingen aber auch die Ostflanke der Nato, erhöht damit die Sicherheit der gesamten Allianz", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neuen finnischen PrĂ€sidenten Alexander Stubb. "Und das ist gut in Zeiten, in denen der Krieg nach Europa zurĂŒckgekehrt ist."
Finnland ist seit April vergangenen Jahres Mitglied des westlichen VerteidigungsbĂŒndnisses. Es hatte seine Aufnahme in die Nato nach dem Ăberfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 beantragt. Finnland hat eine gut 1300 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit Russland.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), den der finnische PrĂ€sident bei seinem Antrittsbesuch in Berlin anschlieĂend traf, betonte ebenfalls: "Der Beitritt stĂ€rkt Finnland, er stĂ€rkt Skandinavien, und er stĂ€rkt unsere gemeinsame Sicherheit in Europa." Die Nato wolle vor allem ihre Ostflanke weiter stĂ€rken. "Das Ziel ist klar: Russland soll niemals in die Versuchung geraten, unsere Grenzen und unsere Einheit auf die Probe zu stellen."
Europa sei heute "einem brutalen Angriff ausgesetzt", sagte Stubb mit Blick auf den Ukraine-Krieg in der Pressekonferenz mit Steinmeier. "Wir mĂŒssen zusammenstehen und Europa gemeinsam verteidigen." Stubb, der erst seit Anfang MĂ€rz im Amt ist, dankte Deutschland fĂŒr die "starke UnterstĂŒtzung" fĂŒr die Ukraine. "Die kommenden Monate sind sehr wichtig. Bei der UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukrainer mĂŒssen wir zusammenhalten und stark bleiben." Dabei mĂŒssten alle Staaten mehr tun, um der Ukraine zu helfen.
Scholz wies darauf hin, dass Deutschland der Ukraine gerade eine dritte Patriot-Batterie zur Flugabwehr zur VerfĂŒgung gestellt habe. "Aber es geht eben darum, dass es genĂŒgend sind. Und deshalb mĂŒssen viele LĂ€nder Europas mal gucken, was ihnen da möglich ist."
Steinmeier und Stubb zeigten sich besorgt ĂŒber Cyberattacken, Desinformationskampagnen und andere digitale Störmanöver aus Russland. "SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssen wir in Europa, mĂŒssen wir auch innerhalb der Nato wesentlich mehr tun, um uns gegen solche hybriden Angriffe zur Wehr zu setzen", sagte Steinmeier. Stubb riet zu ĂŒberlegtem Handeln gegenĂŒber solcher hybriden KriegsfĂŒhrung. "Wir mĂŒssen Ruhe bewahren und dann die notwendigen MaĂnahmen zur Beendigung dieser KriegsfĂŒhrung ergreifen."

