WDHLĂ€nder-Reformplan, Obergrenze

WDH / LĂ€nder-Reformplan: Obergrenze fĂŒr Kosten der Sportrechte von ARD und ZDF

29.08.2024 - 16:54:37

(Fehlendes Wort im Titel ergĂ€nzt.)MAGDEBURG - Die Rundfunkkommission der LĂ€nder hat eine mögliche Deckelung der Ausgaben fĂŒr Sportrechte auf den Tisch gebracht.

(Fehlendes Wort im Titel ergÀnzt.)

MAGDEBURG (dpa-AFX) - Die Rundfunkkommission der LĂ€nder hat eine mögliche Deckelung der Ausgaben fĂŒr Sportrechte auf den Tisch gebracht. Nur ein bestimmter Prozentsatz der Beitragseinnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender solle fĂŒr die Sportberichterstattung eingesetzt werden können, erlĂ€uterte Sachsen-Anhalts Kulturstaatsminister Rainer Robra (CDU) bei einer Anhörung im Landtag von Sachsen-Anhalt den Vorschlag. Die genaue Höhe stehe noch nicht fest. Derzeit legen ARD und ZDF selbst ihre Etats fĂŒr Sportrechte fest.

Die BundeslĂ€nder arbeiten zurzeit an einer grĂ¶ĂŸeren Rundfunkreform. Es könnte in den nĂ€chsten Wochen noch Bewegung geben, es gibt noch keine finale Fassung. Die Rundfunkkommission setzt sich aus Medienpolitikern aus den BundeslĂ€ndern zusammen. Einer Reform mĂŒssen alle MinisterprĂ€sidenten und danach alle Landtage zustimmen.

Es werde dabei darauf geachtet, dass die Berichterstattung alle Sportarten mit erfasst, sagte Robra. Der Sport soll in seiner ganzen Breite dargestellt werden. Auf Ebene der Regierungschefs soll erstmals Ende September ĂŒber den Reformstaatsvertrag gesprochen werden. Die ARD verfĂŒgt nach eigenen Angaben in den Jahren 2021 bis 2024 ĂŒber einen Sportrechte-Gesamtetat von durchschnittlich 237,5 Millionen Euro pro Jahr. Beim ZDF sind es nach Angaben des Senders im Schnitt 203 Millionen Euro pro Jahr zwischen 2019 und 2022 gewesen.

Zahl der Radiosender soll um etwa ein Viertel sinken

Gleichzeitig sei man sich im Kreis der BundeslĂ€nder einig, die Hörfunkprogramme der ARD zu reduzieren. "Hinter jedem der Programme stehen Kosten", sagte Staatsminister Robra. Die Zahl der Radiosender soll sich um rund 23 Prozent verringern, von derzeit etwa 70 Sendern auf rund 53 Sender. Zuletzt hatte es Medienberichte ĂŒber mögliche Maßnahmen gegeben, die im aktuellen Entwurf des Reformstaatsvertrages aufgefĂŒhrt werden.

@ dpa.de