Forsa-Umfrage: Union fÀllt auf 20 Prozent, Merz auf Tiefstwert
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 14:05 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSMerz verliert RĂŒckhalt bei RegierungsanhĂ€ngern
- Die Union fĂ€llt in der Forsa-Erhebung wieder auf 20 Prozent zurĂŒck.
- Die AfD bleibt mit 26 Prozent sechs Punkte vor CDU und CSU.
- Bei der politischen Kompetenz kommt die Union nur noch auf 9 Prozent.
- 60 Prozent der UnionsanhÀnger und 88 Prozent der SPD-AnhÀnger sind mit Merz unzufrieden.
Forsa-Umfrage sieht Union wieder bei 20 Prozent
CDU und CSU verlieren in der aktuellen Forsa-Erhebung einen Prozentpunkt und fallen wieder auf 20 Prozent. Die AfD bĂŒĂt ebenfalls einen Punkt ein, bleibt mit 26 Prozent aber stĂ€rkste Kraft und liegt sechs Punkte vor der Union.
SPD und GrĂŒne legen zu
SPD und GrĂŒne gewinnen jeweils einen Prozentpunkt und kommen auf 14 beziehungsweise 17 Prozent. Die Linke bleibt bei 11 Prozent, die FDP bei 4 Prozent; die sonstigen Parteien einschlieĂlich des BSW erreichen erneut 8 Prozent.
Hoher Anteil Unentschlossener
Der Anteil der NichtwĂ€hler und Unentschlossenen bleibt bei 25 Prozent. Damit liegt er weiterhin ĂŒber dem NichtwĂ€hleranteil bei der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.
Union rutscht bei Kompetenz unter zehn Prozent
Bei der politischen Kompetenz verliert die AfD einen Punkt, bleibt mit 13 Prozent aber vorn. Die Union kommt nach einem Verlust von einem Punkt nur noch auf 9 Prozent, wĂ€hrend die GrĂŒnen auf 7 Prozent und die SPD auf 6 Prozent steigen.
Merz erreicht bisherigen Tiefstand
Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz fÀllt nach dem leichten Anstieg der Vorwoche wieder auf den bisherigen Tiefstand. Nur 11 Prozent bewerten seine Arbeit positiv, wÀhrend der Anteil der Unzufriedenen auf 87 Prozent steigt.
Auch unter den AnhĂ€ngern der Regierungsparteien ĂŒberwiegt die Unzufriedenheit deutlich. Bei den UnionsanhĂ€ngern sind 60 Prozent mit Merzâ Arbeit nicht zufrieden, bei den SPD-AnhĂ€ngern liegt der Anteil bei 88 Prozent.
Die Forsa-Zahlen zeichnen ein fĂŒr die Bundesregierung politisch schwieriges Bild: Die Union verliert den kleinen Zugewinn der Vorwochen wieder und liegt mit 20 Prozent deutlich hinter der AfD. Zugleich bleibt der Anteil der NichtwĂ€hler und Unentschlossenen mit 25 Prozent hoch. Das zeigt, dass ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten derzeit nicht dauerhaft an eine Partei gebunden ist.
Besonders relevant ist der Abstand bei der politischen Kompetenz. Dass 58 Prozent keiner Partei zutrauen, die Probleme im Land zu lösen, verweist auf eine breite Unzufriedenheit, die ĂŒber die Bewertung einzelner Parteien hinausgeht. Die AfD fĂŒhrt auch in dieser Kategorie, obwohl sie dort leicht nachgibt.
Unzufriedenheit erreicht RegierungsanhÀnger
FĂŒr Friedrich Merz ist vor allem die persönliche Bewertung problematisch. Nur 11 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, wĂ€hrend 87 Prozent unzufrieden sind. Dass selbst unter AnhĂ€ngern der Regierungsparteien die Ablehnung ĂŒberwiegt, erschwert es der Koalition, politische Vorhaben geschlossen zu vermitteln und UnterstĂŒtzung fĂŒr ihre Arbeit zu mobilisieren.
Die Umfragewerte sind keine Sitzverteilung und bilden nur die momentane Stimmung ab. Politisch erhöhen sie jedoch den Druck auf Union und Regierung, erkennbare Ergebnisse zu liefern und die eigene AnhÀngerschaft stÀrker zu binden.
