MĂ©lenchon hĂ€lt Nato fĂŒr nutzlos
13.06.2026 - 05:22:59 | dts-nachrichtenagentur.deAlle hĂ€tten beschlossen, sich bis an die ZĂ€hne zu bewaffnen, angeblich wegen der russischen Bedrohung. Aber wer glaube denn daran, dass die Russen in Deutschland, Frankreich oder Belgien einmarschieren, fragte MĂ©lenchon. Er wendet sich auch gegen Deutschlands FĂŒhrungsanspruch in Europa. "Deutschland kann sich Arroganz nicht mehr erlauben." Die Bundesrepublik erlebe im dritten Jahr in Folge eine Rezession. "Wo ist er hin, der Klassenbeste, der alles besser machte, der wusste, wo es langgeht, und uns Lektionen erteilt hat?", so MĂ©lenchon.
Der PrĂ€sidentschaftskandidat erklĂ€rte zudem, er sei Marxist und habe eine materialistische Analyse: Frankreich sei durch 40 Jahre Neoliberalismus zerstört worden. Die bĂŒrgerliche Mitte sei heute eine leere HĂŒlse. Die USA hĂ€tten mit den Zöllen und dem Ende des Freihandels den Neoliberalismus beerdigt. Die Konservativen könnten nichts anderes anbieten als Angst vor Muslimen, Arabern und Schwarzen. Und die Sozialdemokraten hĂ€tten den Zug verpasst, als sie den Vertrag von Lissabon und dessen neoliberale Regeln akzeptiert hĂ€tten.
Zur Finanzierung seines Programms, vor allem der Rente ab 60, sagte Mélenchon, das Problem sei nicht Geldmangel, sondern die Art und Weise, wie die Wirtschaft organisiert sei. Alles sei eine Frage der Verteilung. Den kolossalen Schuldenberg, den der nÀchste PrÀsident erben werde, wolle er durch eine andere Steuerpolitik in den Griff bekommen. "Wir werden diejenigen zur Kasse bitten, die nicht zahlen", sagte er.
