Frauen in deutschen Parlamenten weiterhin unterreprÀsentiert
05.03.2025 - 09:04:44Im Vergleich zum ersten Erhebungsjahr 2008 blieb der Anteil der weiblichen Abgeordneten nahezu unverĂ€ndert (damals 31,8 Prozent), so das Bundesamt. In vielen europĂ€ischen Staaten sind anteilig mehr Frauen in den Parlamenten vertreten als hierzulande, beispielsweise in allen skandinavischen Staaten (jeweils mehr als 43 Prozent), in Spanien (44,3 Prozent), dem Vereinigten Königreich (40,5 Prozent), Belgien und den Niederlanden (je 39,3 Prozent), Frankreich (36,2 Prozent) und Ăsterreich (36,1 Prozent), teilten die Statistiker weiter mit. Im weltweiten Ranking liegt die Bundesrepublik demnach auf Platz 45. Den höchsten Frauenanteil verzeichneten zuletzt Ruanda (63,8 Prozent), Kuba (55,7 Prozent), Nicaragua (55,0 Prozent) und Mexiko (50,2 Prozent). GeschlechterparitĂ€t herrscht in den Parlamenten von Andorra und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Vergleich der BundeslĂ€nder ist der Frauenanteil im Bayerischen Landtag mit knapp einem Viertel (24,6 Prozent) am niedrigsten, gefolgt von Sachsen mit 27,5 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 27,8 Prozent. Einem paritĂ€tischen GeschlechterverhĂ€ltnis am nĂ€chsten war Hamburg mit einem Frauenanteil von 48,8 Prozent, darauf folgten Bremen mit 42,5 Prozent sowie Schleswig-Holstein und Berlin mit jeweils 37,7 Prozent, so das Bundesamt. Langfristig hat sich in Bezug auf die ReprĂ€sentanz von Frauen in LĂ€nderparlamenten wenig getan: Im Jahr 2008 lag ihr Anteil ebenfalls bei knapp einem Drittel (32,3 Prozent). Der Frauenanteil in den Kreistagen der Landkreise sowie in den StadtrĂ€ten der Stadtkreise und der kreisfreien StĂ€dte war im Jahr 2024 praktisch unverĂ€ndert zum Vorjahr (30,5 gegen zuvor 30,3 Prozent). Langfristig gesehen ist der Anteil jedoch gestiegen: 2008 war in kommunalen Vertretungen nur gut ein Viertel (25,6 Prozent) weiblich, wie aus der Statistik hervorgeht. Besonders selten waren Frauen demnach zuletzt in den kommunalen Vertretungen in Sachsen (22,0 Prozent), Sachsen-Anhalt (22,8 Prozent) und Baden-WĂŒrttemberg (24,6 Prozent). Vergleichsweise hohe Frauenquoten gab es auf kommunaler Ebene in den Stadtstaaten Bremen (42,5 Prozent), Hamburg (Stand 2020: 42,0 Prozent) und Berlin (41,1 Prozent) sowie in Hessen (38,7 Prozent).


