SPD-Politiker, Dobrindts

SPD-Politiker kritisieren Dobrindts Grenzkontrollen

24.05.2025 - 07:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

FĂŒhrende SPD-Politiker Ă€ußern Kritik am schĂ€rferen Grenzregime, das Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eingeleitet hat.

Grenzschild Bundesrepublik Deutschland (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Grenzschild Bundesrepublik Deutschland (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Die VerstĂ€rkung der Grenzkontrollen ist im Koalitionsvertrag verabredet", sagte die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) der "Welt am Sonntag". Die dahinterstehende Überlegung, fĂŒr mehr Sicherheit an den Grenzen in Abstimmung mit den europĂ€ischen Nachbarn sorgen zu wollen, könne sie zwar nachvollziehen. "Im Saarland kann man allerdings sehen, dass die Grenzkontrollen eine Belastung fĂŒr den wirtschaftlich wichtigen Grenzverkehr sind." Als saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin trete sie daher dafĂŒr ein, "schnellstmöglich zu besseren Lösungen" zu kommen.

"Denn es ist nicht das schlaueste Konzept, mit tausenden Bundespolizisten an festen Punkten zu kontrollieren." Rehlinger sprach sich fĂŒr "partnerschaftliche Bestreifungen in einem Korridor beiderseits der Grenze" aus. Auf diese könnten sich Kriminelle und Schleuser nicht so gut einstellen, außerdem wĂ€re "kein derart hoher Personaleinsatz" notwendig. "Ein solches Modell könnte im Saarland erprobt werden." Alexander Schweitzer, MinisterprĂ€sident von Rheinland-Pfalz, sagte der Zeitung: "TemporĂ€re Kontrollen an den Grenzen können sinnvoll und wichtig sein." Als MinisterprĂ€sident habe er die EinfĂŒhrung unterstĂŒtzt. Im Ergebnis seien die Zahlen der AsylantrĂ€ge deutlich gesunken. "Als MinisterprĂ€sident eines Landes im Herzen Europas sage ich aber auch: Wir leben als Land mit Grenzen zu Frankreich, Belgien und Luxemburg in einem `Basin de vie`, einem gemeinsamen Lebensraum." Die grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion habe eine sehr große gesellschaftliche, politische und auch wirtschaftliche Bedeutung. "Wo immer möglich, werden wir uns als Landesregierung um ungehinderte MobilitĂ€t von Grenzpendlern und um den Warenverkehr sowie um eine enge Abstimmung mit unseren Nachbarn bemĂŒhen." Zugleich sei ihm wichtig, dass die Bundesregierung eine europĂ€ische FlĂŒchtlingspolitik betreibe, die auf gemeinsamer SolidaritĂ€t beruhe. "Wir brauchen in Zukunft mehr Europa und nicht weniger, wenn wir wirtschaftlich im Handelsstreit mit den USA bestehen wollen."

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