EU-Kommission: Milliarden fĂŒr Ausbau der Atomkraft notwendig
13.06.2025 - 14:23:44Dieses Geld werde gebraucht, um die PlĂ€ne einiger EU-Staaten hinsichtlich der Kernkraft zu verwirklichen - sowohl fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Lebensdauer bestehender Reaktoren als auch fĂŒr den Bau neuer GroĂreaktoren, hieĂ es. ZusĂ€tzliche Investitionen seien etwa fĂŒr kleinere Reaktoren oder Kernfusion auf lange Sicht erforderlich. Notwendig seien sowohl öffentliche als auch private Finanzierungsquellen.
Einige EU-LĂ€nder wie Frankreich und Belgien setzen stark auf Atomkraft, Polen steigt neu ein und will 2028 mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks beginnen. Kernkraft zĂ€hlt zu den CO-armen Energiequellen. Umstritten sind AKW vor allem wegen der hohen Risiken. Nach den EU-VertrĂ€gen hat jeder Mitgliedstaat das Recht, seinen eigenen Energiemix zu wĂ€hlen. In Deutschland gingen im April 2023 die letzten AKW auĂer Betrieb.
EU-Kommission: "Alle CO2-armen Technologien erforderlich"
Laut SchĂ€tzungen der Kommission werden 2040 mehr als 90 Prozent des Stroms in der EU aus dekarbonisierten Energiequellen kommen - in erster Linie aus erneuerbarer Energie wie Wind- und Solarkraft, aber auch aus der Kernenergie. Alle CO2-freien und CO2-armen Technologien seien erforderlich, um Europas Energiesystem zu dekarbonisieren, so die EU-Kommission. Die PrĂ€sidentin der Behörde, Ursula von der Leyen, rief im vergangenen Jahr auch vor dem Hintergrund der weltpolitischen Lage zu einem Ausbau der Atomenergie auf. Als Argument fĂŒr ihre Forderung nannte von der Leyen insbesondere den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Oberste PrioritĂ€t fĂŒr die EU-Kommission hĂ€tten dabei die GewĂ€hrleistung höchster Standards bei der nuklearen Sicherheit, der Gefahrenabwehr und den Sicherheitsvorkehrungen, hieĂ es nun. Gleiches gelte fĂŒr die "sichere und verantwortungsvolle Entsorgung radioaktiver AbfĂ€lle". Die Infrastruktur fĂŒr die Entsorgung radioaktiver AbfĂ€lle und abgebrannter Brennelemente mĂŒsse weiter ausgebaut werden.

