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400 Millionen extra fĂŒr klimaneutrale Schifffahrt und HĂ€fen

Veröffentlicht am: 03.07.2025 um 17:07 Uhr | dpa.de

FĂŒr eine klimafreundliche Modernisierung von Schifffahrt und HĂ€fen will die Bundesregierung in den nĂ€chsten vier Jahren 400 Millionen Euro extra bereitstellen.

Das Geld soll aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) kommen, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bei einem Besuch des Duisburger Hafens sagte.

Das Geld soll etwa fĂŒr den Aufbau von Landstrom- und von Bunkeranlagen fĂŒr alternative Treibstoffe genutzt werden und fĂŒr Wasserrouten, ĂŒber die emissionsarme Schiffe fahren. Auch die Verlagerung von stĂ€dtischem Wirtschaftsverkehr auf Wasserstraßen soll gefördert werden. "Einzelheiten zu den Fördermöglichkeiten befinden sich in der Erarbeitung und sollen im Laufe des Jahres vorgestellt werden", berichtete das Ministerium.

Mit der Förderung flössen Mehreinnahmen des KTF durch die Einbindung des Seeverkehrs in den EU-Emissionshandel zurĂŒck in die Modernisierung der maritimen Wirtschaft, sagte der Koordinator der Bundesregierung fĂŒr die maritime Wirtschaft und Tourismus, Christoph Ploß (CDU).

Regierungskoordinator: KĂŒstenlĂ€nder werden stĂ€rker unterstĂŒtzt

"Die zusĂ€tzlichen Bundesmittel werden die fĂŒnf KĂŒstenlĂ€nder Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit den deutschen SeehĂ€fen deutlich stĂ€rker unterstĂŒtzen als bisher", sagte Ploß weiter. Aber auch Schifffahrtsprojekte und BinnenhĂ€fen profitierten. Dies zeige, dass fĂŒr die neue Regierung HĂ€fen und Schifffahrt eine sehr große Rolle spielten.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) begrĂŒĂŸte die AnkĂŒndigung. "Es geht nicht nur um neue Schiffe, sondern auch um die nötige Hafeninfrastruktur und die breite VerfĂŒgbarkeit bezahlbarer, grĂŒner Kraftstoffe", sagte VDR-PrĂ€sidentin Gaby Bornheim. Deshalb sei entscheidend, dass die ĂŒber den Emissionshandel eingenommenen Mittel in die maritime Wirtschaft zurĂŒckflössen.

Seehafen-Verband: Geld rasch konkreten Projekten zuweisen

Nach Ansicht des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) kommt es darauf an, dass die Mittel rasch Projekten zugewiesen werden. Diese sollten den Strukturwandel der HĂ€fen vorantreiben - sei es im Bereich Windenergie oder emissionsarmer Hafenbetrieb, sagte ZDS-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Florian Keisinger.

Auch könne das Finanzierungsprogramm lediglich ein erster Schritt sein, teilte der Verband mit. Der Investitionsstau der öffentlichen Hafeninfrastruktur belaufe sich bundesweit auf rund 18 Milliarden Euro, schÀtzt der Verband. "Die dringend erforderliche Modernisierung dieser kritischen Infrastruktur lÀsst sich nur durch eine langfristig tragfÀhige Finanzierungsstrategie bewÀltigen", sagte Keisinger weiter.

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