Bund und LĂ€nder vertagen Entscheidung zum Deutschlandticket
27.06.2025 - 15:31:42Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und LĂ€ndern konnten sich auf einem Treffen in Berlin nicht auf eine weitere Finanzierung ab dem kommenden Jahr einigen. Knackpunkt bleibt, wie mögliche Mehrkosten fĂŒr die Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen. Auch ĂŒber den kĂŒnftigen Preis des Abos, der bisher bei 58 Euro pro Monat liegt, gab es kein Ăbereinkommen.
"Wir LĂ€nder, wir stehen zum Deutschlandticket", sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) im Anschluss an die Sitzung. Ăber die 1,5 Milliarden Euro, die die LĂ€nder bisher zugesagt haben, könnten diese aber nicht mehr zahlen, betonte er. Bayern hat derzeit den Vorsitz in der Verkehrsministerkonferenz (VMK). Bernreiter verwies auf weitere Verhandlungen auf der nĂ€chsten regulĂ€ren VMK-Sitzung im Herbst in Straubing.
Das Deutschland-Abo gibt es seit Mai 2023; es ermöglicht seinen Inhaberinnen und Inhabern bundesweit Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr. Der Preis fĂŒr das Ticket hat sich im Januar um neun Euro auf 58 Euro pro Monat erhöht.
Finanziert wird das Angebot vor allem mit Mitteln von Bund und LĂ€ndern, die jeweils 1,5 Milliarden Euro zuschieĂen. Mehrkosten wurden bisher ĂŒber die Preissteigerung und ĂŒbriggebliebene Mittel aus dem Jahr 2023 abgedeckt. Doch fĂŒr die Zeit nach 2025 gibt es noch keine Regelung.

