RSV-Schutz fĂŒr Babys auf Kassenkosten geplant
23.07.2024 - 06:18:15Das sieht ein Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor. Kommen soll ein Anspruch auf eine Immunisierung mit dem Antikörper-Wirkstoff Nirsevimab bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres unabhÀngig von Risikofaktoren.
Hintergrund ist eine entsprechende Empfehlung der StĂ€ndigen Impfkommission (Stiko) von Ende Juni. Eine Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) ist bei SĂ€uglingen und Kindern die hĂ€ufigste Ursache von Erkrankungen der unteren Atemwege. JĂ€hrlich kommen deswegen nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) etwa 25 000 SĂ€uglinge ins Krankenhaus. Rund 200 000 SĂ€uglinge mit RSV werden ambulant behandelt. Das Virus wird ĂŒber Tröpfchen ĂŒbertragen.
Spritze soll schwere VerlÀufe verhindern
Wie das Ministerium im Entwurf erlĂ€utert, sollen mit dem umfassenden Anspruch auf RSV-Schutz fĂŒr gesetzlich Versicherte schwere KrankheitsverlĂ€ufe, Behandlungen auf der Intensivstation oder auch TodesfĂ€lle bei Neugeborenen und SĂ€uglingen verhindert werden. Zugleich sollen EngpĂ€sse und Ăberlastungen in Kinderarztpraxen und Kliniken vermieden werden, die es zuletzt bei RSV-Wellen gegeben hatte.
Bei Kindern zeigt sich eine RSV-Infektion meist zuerst durch eine laufende Nase und fehlenden Appetit. Der Rachen kann entzĂŒndet sein. "Husten und Niesen folgen, und hĂ€ufig tritt Fieber auf", schreibt die Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung auf ihrer Webseite. In der Folge seien Bronchitis und LungenentzĂŒndung möglich. Bei schwerem Verlauf könne eine kĂŒnstliche Beatmung nötig sein.

