Letzte Generation, Berlin

Klimaaktivistin zu acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt

21.09.2023 - 14:42:21 | dpa.de

Gegen eine zuvor verhĂ€ngte Geldstrafe legte die 41-jĂ€hrige Frau Einspruch ein. Jetzt soll sie mehrere Monate lang ins GefĂ€ngnis - fĂŒr eine BewĂ€hrungsstrafe sieht das Gericht keine gĂŒnstige Sozialprognose.

Eine 41-JÀhrige hat nach Angaben der Letzten Generation die bislang höchste Strafe bekommen, die gegen ein Mitglied der Protestgruppe wegen Sitzblockaden ausgesprochen wurde. - Foto: Hannes P. Albert/dpa
Eine 41-JÀhrige hat nach Angaben der Letzten Generation die bislang höchste Strafe bekommen, die gegen ein Mitglied der Protestgruppe wegen Sitzblockaden ausgesprochen wurde. - Foto: Hannes P. Albert/dpa

Eine Klimademonstrantin aus Köln ist in Berlin nach Straßenblockaden in der Hauptstadt zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach die 41-JĂ€hrige am Mittwoch wegen Nötigung, versuchter Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der Letzten Generation ist es die bislang höchste Strafe, die gegen ein Mitglied der Protestgruppe wegen Sitzblockaden ausgesprochen wurde.

Weil die 41-JĂ€hrige im Prozess angegeben hatte, weiter protestieren zu wollen, sah das Gericht keine gĂŒnstige Sozialprognose. Diese wĂ€re fĂŒr eine BewĂ€hrungsstrafe erforderlich. Das Urteil ist nicht rechtskrĂ€ftig.

Die Frau hatte sich nach Gerichtsangaben in der Zeit vom 10. bis 19. Oktober 2022 in Berlin an drei Blockaden beteiligt und in zwei FĂ€llen an der Straße festgeklebt. Sie war zunĂ€chst per Strafbefehl zu Geldstrafen verurteilt worden. Weil die 41-JĂ€hrige dagegen Einspruch eingelegt hatte, kam es zum Prozess.

Dort beantragte die Staatsanwaltschaft Berlin eine Geldstrafe von insgesamt 1350 Euro (90 TagessĂ€tze Ă  15 Euro) gegen die Frau, die nach eigenen Angaben arbeitsuchend im sozialen Bereich ist. Das Gericht ging jedoch darĂŒber hinaus und verhĂ€ngte eine Freiheitsstrafe.

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