TU-PrÀsidentin beantragt Disziplinarverfahren gegen sich selbst
05.06.2024 - 16:56:06Die in der Kritik stehende PrĂ€sidentin der Technischen UniversitĂ€t (TU) Berlin, Geraldine Rauch, hat bei der Wissenschaftsverwaltung ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt. Sie wolle sich den VorwĂŒrfen stellen und eine objektive AufklĂ€rung ermöglichen, sagte sie zu Beginn der Sitzung des Akademischen Senats der TU. Sie entschuldigte sich auĂerdem erneut dafĂŒr, einen antisemitischen Post im Internet mit einem «GefĂ€llt mir» markiert zu haben und sprach von «tiefer Reue».
In der Sitzung sollte ĂŒber den Verbleib der PrĂ€sidentin abgestimmt werden. Rauch steht in der Kritik, weil sie antisemitische Posts auf der Plattform X mit einem Like markiert hatte. Dabei ging es insbesondere um einen Beitrag mit Fotos von Demonstranten, die ein Bild des israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu mit aufgemaltem Hakenkreuz hochhalten. Der Akademische Senat setzt sich aus Hochschullehrern, akademischen Mitarbeitern, Studenten und Mitarbeitern fĂŒr Technik, Service und Verwaltung zusammen.
Rauch kĂŒndigte unter anderem an, kĂŒnftig bei möglichen antisemitischen Protesten auf dem HochschulgelĂ€nde umgehend zu reagieren. Sie wolle jĂŒdischen Studenten nun Sprechstunden anbieten. Auch eine Beratungsstelle fĂŒr Betroffene von Antisemitismus soll ausgebaut werden.


