Gladbach, AuswÀrtssieg

Gladbach verspielt AuswÀrtssieg beim FC St. Pauli

06.04.2025 - 17:23:52

In seinem 300. Bundesliga-Spiel ist der FC St. Pauli die deutlich aktivere Mannschaft. Dank eines spĂ€ten Treffers darf sich der Club immerhin ĂŒber einen Punkt freuen.

Der FC St. Pauli hat in seinem JubilÀumsspiel immerhin einen völlig verdienten Punkt gegen Europapokal-AnwÀrter Borussia Mönchengladbach geholt. In ihrem 300. Bundesliga-Spiel kamen die Hamburger vor 29.546 Zuschauern im Millerntor-Stadion dank des spÀten Ausgleichstreffers von Oladapo Afolayan (85. Minute) noch zu einem 1:1 (0:1). Mit nun 26 Punkten bleibt Pauli auf Platz 15. 

FĂŒr die insgesamt enttĂ€uschenden GĂ€ste, die durch Ko Itakura (45.+2) in FĂŒhrung gegangen waren, war das Unentschieden im Kampf um einen Europapokal-Platz ein kleiner RĂŒckschlag. Zumal die Leistung der Gladbacher vor allem offensiv zu wĂŒnschen ließ.

Die Gastgeber waren dagegen sofort im Spiel. War der erste Abschluss von St. Paulis aufgerĂŒcktem Abwehrchef Hauke Wahl in der 4. Minute noch harmlos, machte es Danel Sinani wenig spĂ€ter deutlich besser. Aus knapp 18 Metern zog der Mittelfeldspieler ab und zwang den Gladbacher Schlussmann Tiago Pereira Cardoso zu einer ĂŒberragenden Parade.

Kiezkicker agieren mutig, aber ohne PrÀzision

Die GĂ€ste setzten derweil zunĂ€chst auf eine stabile Defensive. GefĂ€hrlich fĂŒr das Tor der Hamburger wurde es erst, als Lars Ritzka eine Hereingabe des Gladbachers Franck Honorat abfĂ€lschte (12.). St. Paulis Schlussmann Nikola Vasilj war aber zur Stelle.

«Es geht darum, es mutig umzusetzen», hatte der Hamburger Trainer Alexander Blessin vor dem Anpfiff die Spielidee seiner Mannschaft erlĂ€utert. Der Mut war den Kiezkickern nicht abzusprechen. Allerdings fehlte es den Norddeutschen an der PrĂ€zision, um das Tor der GĂ€ste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Immer wieder fanden die Flanken von den Außenbahnen keinen Abnehmer.

Schiedsrichterball statt Elfmeter fĂŒr die Gastgeber

Die Gastgeber haderten immer wieder mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert. In der 41. Minute hatte der Unparteiische nach einem vermeintlichen Foul des Borussen Nico Elvedi an Noah Weißhaupt die Videobilder bemĂŒht. Statt auf Strafstoß fĂŒr St. Pauli entschied Dingert dann auf Schiedsrichterball, da er keine Regelwidrigkeit erkannt hatte.

Und die Quittung fĂŒr die Gastgeber folgte auf dem Fuße. Wieder schlug Honorat eine Flanke - und dieses Mal war Itakura zur Stelle. Gegen den platzierten Kopfball des Japaners aus fast 16 Metern Entfernung war Vasilj chancenlos. Gleich nach der Gladbacher FĂŒhrung bat Dingert zur Pause.

St. Pauli startet mit Schwung, Gladbach steht sicher

In den zweiten Abschnitt starteten die Hamburger mit viel Schwung. Manolis Saliakas (47.) und erneut Sinani (49.) sorgten fĂŒr Gefahr. Die grĂ¶ĂŸte Ausgleichsmöglichkeit der Hanseaten vergab Elias Saad, der freistehend nach einer Saliakas-Flanke am Tor vorbei köpfte (61.). Am Ende durften die Pauli-Fans aber doch noch ĂŒber den völlig verdienten Ausgleich jubeln.

@ dpa.de