Deutsche FFF-Sektion distanziert sich von Anti-Israel-Post
26.10.2023 - 17:42:29 | dpa.de
Die deutsche Gruppe von Fridays for Future (FFF) hat sich angesichts des Gazakriegs klar von israelfeindlichen ĂuĂerungen auf dem internationalen Account der Klimaschutzbewegung distanziert.
«Nein, der internationale Account spricht - wie zuvor betont - nicht fĂŒr uns. Nein, der Post ist nicht mit uns abgestimmt. Nein, wir stimmen nicht mit den Inhalten ĂŒberein», schrieb die Gruppe auf der Online-Plattform X, vormals Twitter.
Harte Anschuldigungen gegen Israel
Auf Instagram hatte der internationale FFF-Account harte Anschuldigungen gegen den israelischen Staat und «westliche Medien» erhoben. «Wie westliche Medien Sie durch GehirnwĂ€sche dazu bringen, sich auf die Seite Israels zu stellen», heiĂt es in dem Post zunĂ€chst.
Die Medien wĂŒrden unter anderem verheimlichen, dass die Hamas und ihre Attacken auf Israel verwurzelt seien «in 75 Jahren UnterdrĂŒckung und ethnische SĂ€uberungen der PalĂ€stinenser». Es handele sich nicht um einen Konflikt, sondern um einen Genozid.
«Unsere Haltung haben wir deutlich gemacht», schrieb die deutsche Sektion mit Verweis auf frĂŒhere Posts ihres X-Accounts, in denen sie SolidaritĂ€t mit Israel bekundet hatten. «Seit gestern erleben wir einen beispiellosen Terror der Hamas gegen Israel. Wir sind entsetzt und trauern um die Opfer. Geht zu den SolidaritĂ€tskundgebungen, zeigt Flagge», hieĂ es etwa am 8. Oktober.
Am Tag zuvor hatten Terroristen der im Gazastreifen herrschenden Hamas in Israel ein Massaker unter Zivilisten angerichtet und mehr als 200 Menschen verschleppt. Seither bombardiert Israels Armee Ziele in dem abgeriegelten KĂŒstengebiet und bereitet eine Bodenoffensive vor. Auch auf deutschen StraĂen kommt es infolgedessen immer wieder zu Demonstrationen von PalĂ€stinensern und UnterstĂŒtzern, bei denen einige Teilnehmer die islamistische Hamas bejubelten.
Vergangenen Freitag hatte Klimaaktivistin Greta Thunberg (20) in sozialen Netzwerken zu einem Streik fĂŒr SolidaritĂ€t mit den PalĂ€stinensern aufgerufen und damit fĂŒr Empörung gesorgt. Kritiker monierten insbesondere, dass die Schwedin die 1400 Todesopfer des GroĂangriffs der islamistischen Hamas auf Israel vor zwei Wochen nicht gesondert erwĂ€hnte.
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