Italien, Griechenland

Dobrindt schließt Pakt mit Athen und Rom

08.12.2025 - 22:46:14

Griechenland und Italien haben sich dazu bereit erklĂ€rt, Asylbewerber zurĂŒckzunehmen.

Deutschland hat sich mit den beiden LĂ€ndern grundsĂ€tzlich darauf verstĂ€ndigt, ab Juni 2026 wieder verstĂ€rkt Migranten zurĂŒckzunehmen, die zuvor in einem der beiden LĂ€nder einen Asylantrag gestellt hatten, schreibt die "Bild" in ihrer Dienstagausgabe. Dem Bericht zufolge erzielte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Rande des Treffens der EU-Innenminister in BrĂŒssel entsprechende Vereinbarungen mit seinen Amtskollegen. Das bestĂ€tigte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. Die RĂŒcknahme betrifft sogenannte Dublin-FĂ€lle, bei denen Asylsuchende zunĂ€chst in Griechenland oder Italien registriert wurden, anschließend aber nach Deutschland weiterreisten.

Beide LĂ€nder hatten RĂŒckfĂŒhrungen in den vergangenen Jahren weitgehend verweigert oder waren aufgrund rechtlicher HĂŒrden nicht verpflichtet, sie zu akzeptieren. Dobrindt sprach gegenĂŒber "Bild" von einem "echten Meilenstein" bei der Umsetzung des europĂ€ischen Asyl- und Migrationspaktes, der 2026 in Kraft treten soll. Deutschland sei "Motor bei der VerschĂ€rfung der europĂ€ischen Migrationspolitik". Mit den Absprachen solle die illegale Migration eingedĂ€mmt und die FunktionsfĂ€higkeit des EU-Asylsystems gestĂ€rkt werden. Griechenland und Italien wĂŒrden im Gegenzug durch einen verstĂ€rkten Außengrenzschutz und effizientere RĂŒckfĂŒhrungen entlastet. Deutschland soll zudem bis Mitte 2027 von Verpflichtungen im Rahmen des EU-SolidaritĂ€tsmechanismus ausgenommen werden. Athen und Rom erkennen laut Innenministerium an, dass Deutschland in den vergangenen Jahren einen erheblichen Teil an Migranten aufgenommen hat und diese SolidaritĂ€t angerechnet werden könne. Die Vereinbarungen folgen auf eine Reihe nationaler und europĂ€ischer VerschĂ€rfungen in der Asyl- und Migrationspolitik, darunter strengere Grenzkontrollen und Änderungen im Asylregime einzelner Mitgliedstaaten. Dobrindt sagte der "Bild": "Die illegale Migration hat in den vergangenen zehn Jahren Europa in Unordnung gebracht. Wir bringen nun wieder Ordnung in die europĂ€ische Migrationspolitik."

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