GrĂŒne und FDP wollen mehr Vorbereitung auf Verteidigungsfall fĂŒr EU
01.04.2026 - 16:41:55 | dts-nachrichtenagentur.de
GrĂŒne und FDP im Europaparlament dringen auf eine stĂ€rkere Vorbereitung auf einen möglichen Verteidigungsfall fĂŒr die EU und insbesondere fĂŒr Szenarien, in denen die Nato nicht automatisch greift."Die Nato ist unser militĂ€risches RĂŒckgrat, auch wenn die USA nicht mehr ein zuverlĂ€ssiger Partner zu sein scheinen", sagte die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dem "Spiegel".
DÀnische Soldaten auf Grönland (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Zugleich sei die EU "im Gegensatz zur Nato keine klassische Verteidigungsallianz", setze aber stĂ€rker auf militĂ€rische EigenstĂ€ndigkeit - basierend auf der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) und der Beistandsklausel nach Art. 42/7. "Gemeinsame Ăbungen machen natĂŒrlich Sinn, um die europĂ€ische SĂ€ule innerhalb der Nato zu stĂ€rken", sagte Strack-Zimmermann.
Auch Hannah Neumann, auĂenpolitische Sprecherin der GrĂŒnen, forderte mehr Vorbereitung. "Es wĂ€re naiv, sich angesichts der geopolitischen Lage nicht zumindest auf solche Szenarien vorzubereiten", sagte sie dem Nachrichtenmagazin. Europa mĂŒsse FĂ€lle "mal am Schreibtisch durchzuspielen, oder auch militĂ€risch fĂŒr so einen Fall gemeinsam zu ĂŒben", damit klar werde, "wann was greift und wo noch LĂŒcken sind".
Neben der Ostflanke sei auch die Lage im Mittelmeerraum und mit Blick auf Iran angespannt. Neumann hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass Iran oder Russland testen, wie die EU reagiert, wenn ein EU-Land etwa mit Drohnen angegriffen wird, das nicht Nato-Mitglied ist - Europa mĂŒsse darauf vorbereitet sein.
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