OstermÀrsche, Brantner

OstermÀrsche: Brantner kritisiert Aufrufe zu Russland-AnnÀherung

18.04.2025 - 18:04:19

GrĂŒnen-Chefin Franziska Brantner sieht vor dem Beginn der OstermĂ€rsche Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen ihrer Partei und der Friedensbewegung.

"Uns verbindet der Wunsch nach Frieden, unbedingt", sagte sie der "wochentaz" (Samstag). Allerdings kritisierte sie Demonstrations-Aufrufe, die ein Entgegenkommen gegenĂŒber Russland fordern. "Links zu sein heißt fĂŒr mich, anti-imperialistisch zu sein, den Angegriffenen beizustehen und nicht den Aggressoren. Heute sind die imperialistischen KrĂ€fte die von Putin, und auch Trump lĂ€sst mit seinen Aussagen zu Grönland solche ZĂŒge erkennen", sagte Brantner. Putin zerstöre die europĂ€ische Friedensordnung.

"Wenn Putin sich damit durchsetzt, dann sind wir zurĂŒck in dunklen Zeiten unseres Kontinents. Deswegen ist verstĂ€rkter Schutz der Ukraine auch Friedenssicherung fĂŒr uns in Europa", so Brantner weiter. Sie selbst habe zuletzt zum Irak-Krieg an einem Ostermarsch teilgenommen. An die kommende schwarz-rote Bundesregierung richtete Brantner den Appell, die RĂŒstungsbeschaffung "wirklich europĂ€isch" anzugehen. "Nötig wĂ€re jetzt ein massiver Schritt der weiteren europĂ€ischen Integration, eine europĂ€ische Verteidigungsunion, mit gemeinsamer Beschaffung und Investitionen in neue Technologien. Aber da ist leider Fehlanzeige bei dieser Koalition", sagte die GrĂŒnen-Chefin. Mit Blick auf die potentiellen neuen RĂŒstungskredite, die durch die GrundgesetzĂ€nderung im MĂ€rz möglich wurden, warnte sie davor, nur in den USA einzukaufen statt europĂ€ische FĂ€higkeiten voranzutreiben. "Dann ist all das Geld weniger wert", so Brantner.

@ dts-nachrichtenagentur.de