Weltpolitik, Gesellschaft

GĂŒler will mehr Geld fĂŒr humanitĂ€re Hilfe

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 21:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Serap GĂŒler (CDU), Staatsministerin im AuswĂ€rtigen Amt, hat im Zuge der Beratungen im Bundestag ĂŒber den Bundeshaushalt Anfang September mehr Geld fĂŒr die humanitĂ€re Hilfe gefordert.

GĂŒler will mehr Geld fĂŒr humanitĂ€re Hilfe
Serap GĂŒler (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Zum Welttag der humanitĂ€ren Hilfe am 19. August sagte GĂŒler dem Hauptstadtstudio der ARD, notleidenden Menschen zu helfen, sei angesichts von Krisen und Kriegen weltweit "in unserem ureigenen sicherheitspolitischen Interesse". Es sei in einer globalisierten Welt sehr naiv zu denken, dass das uns nicht irgendwann auch einholt.

Angesichts knapper Haushaltsmittel mĂŒsse aber auch die Bundesregierung bei der humanitĂ€ren Hilfe PrioritĂ€ten setzen. Ganz oben auf der Liste stĂŒnden der Sudan, Gaza und der Mittlere Osten insgesamt und nach wie vor die Ukraine, so GĂŒler.

Seit den drastischen KĂŒrzungen der humanitĂ€ren Hilfe des AuswĂ€rtigen Amts um rund 50 Prozent im Bundeshaushalt 2025 ist fĂŒr 2026 und 2027 jeweils rund eine Milliarde Euro vorgesehen. GĂŒler bezeichnete die Einschnitte vom vergangenen Jahr als schmerzhaft, sie seien angesichts der Haushaltslage aber nicht vermeidbar gewesen. Umso wichtiger sei es, dass man jetzt im Haushalt fĂŒr das nĂ€chste Jahr, wo man nach der Sommerpause in das parlamentarische Verfahren gehe, nochmal eine Schippe draufbekomme. Auch der Etat des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist von KĂŒrzungen betroffen.

Scharfe Kritik am Sparkurs ĂŒbte der Bundestagsabgeordnete Boris Mijatovic (GrĂŒne), Mitglied im Ausschuss fĂŒr Menschenrechte und humanitĂ€re Hilfe. Er sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, er fordere die Bundesregierung auf, den Titel fĂŒr humanitĂ€re Hilfe auskömmlich auszustatten, so, wie sie es auch im Koalitionsvertrag versprochen habe. Das tue sie nicht und das halte er fĂŒr einen Fehler.

1970 war von der UN-Generalversammlung ein Ziel fĂŒr öffentliche Entwicklungsleistungen vereinbart worden. Demnach sollen die entwickelten LĂ€nder 0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts fĂŒr Entwicklungsleistungen zur VerfĂŒgung stellen. 2015 wurde die Vorgabe auch in den UN-Entwicklungszielen verankert. In Deutschland lag diese sogenannte "ODA-Quote" 2025 bei 0,56 Prozent.

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