Gesundheit, Arbeitsmarkt

Pflegereform: Höhere BeitrĂ€ge fĂŒr Gutverdiener geplant

04.06.2026 - 21:18:31 | dts-nachrichtenagentur.de

Gutverdienende BeschĂ€ftigte mĂŒssen sich im Zuge der geplanten Pflegereform auf deutlich höhere BeitrĂ€ge zur Pflegeversicherung einstellen.

Pflegereform: Höhere BeitrĂ€ge fĂŒr Gutverdiener geplant
Gesundheit - Euroscheine (Archiv) 04.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) und Berechnungen des unabhÀngigen Beratungsinstituts IGES.

Der Entwurf sieht vor, dass die Beitragsbemessungsgrenze bereits zum 1. Januar 2027 angehoben werden soll. Die Pflegeversicherung könnte dadurch in den kommenden Jahren mehrere Milliarden Euro zusÀtzlich einnehmen. Geplant ist, die Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung auf das Niveau der Jahresarbeitsentgeltgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung anzuheben.

Laut IGES könnte die Grenze von 69.750 Euro im Jahr 2026 auf rund 75.815 Euro im Jahr 2027 steigen. ZusÀtzlich sieht der Gesetzentwurf vor, die Beitragsbemessungsgrenze auf das Niveau der Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung anzuheben. Dies entsprÀche einem Wert von knapp 84.000 Euro.

Nach Berechnungen von IGES wĂŒrde dies fĂŒr BeschĂ€ftigte mit einem Kind und Einkommen oberhalb der neuen Grenze eine maximale Mehrbelastung von rund 21 Euro monatlich bedeuten. Zusammen mit dem Arbeitgeberanteil ergĂ€be sich eine zusĂ€tzliche Belastung von etwa 42 Euro pro Monat beziehungsweise rund 500 Euro im Jahr. Rund sechs Millionen BeschĂ€ftigte könnten laut IGES betroffen sein.

de | politik | 69484345 |

Weitere Meldungen

Ex-SPD-Chef Beck warnt Regierung vor Reform-Überforderung Der frĂŒhere SPD-Chef Kurt Beck hat die Bundesregierung vor einer Überforderung bei den geplanten Reformen gewarnt. (Politik, 14.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Dehoga warnt vor Jobverlust durch Warken-PlÀne Der Hotel- und GaststÀttenverband Dehoga sieht durch die ReformplÀne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Jobs gefÀhrdet. (Politik, 13.06.2026 - 12:47) weiterlesen...

Ulla Schmidt fordert höheres Renteneintrittsalter Die Vorsitzende der Lebenshilfe und langjĂ€hrige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) spricht sich fĂŒr ein höheres Renteneintrittsalter aus."Die Frage nach einem höheren Rentenalter ist fĂŒr mich grundsĂ€tzlich nicht tabu, im Gegenteil. (Politik, 13.06.2026 - 09:11) weiterlesen...

Verdi warnt nach Spitzentreffen vor sozialem Kahlschlag Nach dem Treffen von Koalition und Sozialpartnern hat der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, seine Forderungen bekrĂ€ftigt und vor KĂŒrzungen in den Sozialsystemen gewarnt."An den Dingen, die uns wichtig sind, hat sich nichts geĂ€ndert", sagte Werneke dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). (Politik, 11.06.2026 - 15:33) weiterlesen...

Personal in GesundheitsĂ€mtern im Jahr 2025 gewachsen Zum Jahresende 2025 haben in Deutschland 27.225 Personen in GesundheitsĂ€mtern (einschließlich externe Mitarbeitende) gearbeitet.Das waren 570 Personen oder 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. (Sonstige, 11.06.2026 - 08:19) weiterlesen...

CDU-ArbeitnehmerflĂŒgel fordert Einbeziehung der Beamten in Reformen Der ArbeitnehmerflĂŒgel der CDU verlangt vor dem Treffen der Koalitionsspitzen mit den Sozialpartnern im Kanzleramt eine Einbeziehung der Beamten in die anstehenden Reformen.Der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, sagte der "SĂŒddeutschen Zeitung", er könne sich keine Reformen fĂŒr Rente, Pflege und Gesundheit vorstellen, in die nicht wirkungsgleich auch Änderungen fĂŒr Beamte eingearbeitet wĂŒrden. (Politik, 09.06.2026 - 17:03) weiterlesen...