Parteien

Hamburgs Finanzsenator fordert von SPD pragmatischen Mittekurs

04.04.2026 - 15:24:22 | dts-nachrichtenagentur.de

Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel fordert, die SPD nicht stÀrker nach links auszurichten.

Gruppenfoto nach SPD-Krisensitzung (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Pragmatische Politik fĂŒr die arbeitende Mitte, die einen Fokus auf soziale Gerechtigkeit setzt, funktioniert", sagte Dressel dem Tagesspiegel (Sonntagausgabe).

Dabei verwies er unter anderem auf erfolgreiche Koalition in Hamburg, Niedersachsen oder Hamburg. "Daran sollten wir uns orientieren." Zudem rief Dressel die SPD auf, die eigene Arbeit nicht kaputtzureden, wie zuletzt nach der BĂŒrgergeld-Reform. "Wenn wir Kompromisse erzielen und sie dann sofort wieder zerreden, liefern wir den Menschen ein diffuses Bild ab", sagte Dressel. "Bei denen bleibt dann nur hĂ€ngen, dass die SPD Reformen blockieren wollte." Das helfe niemandem.

Sein Vorschlag, um die arbeitende Mitte stĂ€rker zu erreichen, lautet: "Weniger Selbstzerfleischung, dafĂŒr mehr Geschlossenheit." Und weiter: "Wir reden zu viel ĂŒber Sozialleistungen und zu wenig ĂŒber Arbeit, Leistung und Aufstieg", sagte Dressel. Lars Klingbeils Fokus auf mehr Arbeitsanreize sei genau der richtige Weg.

Der Finanzminister hatte vergangene Woche in einer Grundsatzrede verschiedene ReformvorschlĂ€ge prĂ€sentiert. Dressel glaubt, dass Klingbeil seine Partei damit wachgerĂŒttelt hat. "Denn gerade innerhalb der SPD waren viele immer noch nicht im Reformmodus", sagte der Hamburger SPD-Politiker. Dabei stellte er sich auch hinter das FĂŒhrungsduo Klingbeil/Bas. "Die Menschen wollen Ergebnisse, keine innerparteilichen Therapiesitzungen", sagte Dressel: "Beide sind gewĂ€hlt, jetzt mĂŒssen alle mithelfen, dass sie und die SPD insgesamt Erfolg haben."

Kritik ĂŒbte Dressel an Bayerns MinisterprĂ€sidenten Markus Söder (CSU). "StĂ€ndig fordert auch er die SPD auf, reformbereit zu sein. Und dann macht unser Parteivorsitzender einen Schritt nach vorne - und aus MĂŒnchen wird nur rumgemĂ€kelt", sagte Dressel: "Das ist nicht die KonstruktivitĂ€t, die wir brauchen."

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