HandwerksprÀsident, Reform

HandwerksprĂ€sident fordert Reform des BĂŒrgergelds

03.08.2024 - 16:33:53

HandwerksprĂ€sident Jörg Dittrich fordert eine Reform des BĂŒrgergelds und Steuererleichterungen auch fĂŒr jĂŒngere LeistungstrĂ€ger im Inland.

"In den Betrieben und Firmen höre ich vor allem von den dortigen LeistungstrĂ€gern Kritik am BĂŒrgergeld", sagte Dittrich der "Rheinischen Post". "Diese Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, sagen mir, dass sie - allein schon wegen des Begriffs - die Empfindung haben, dass das BĂŒrgergeld eine Wahlleistung ist, als könne man sich aussuchen, ob man arbeitet oder nicht." "Wir mĂŒssen endlich wieder die LeistungstrĂ€ger auf der Baustelle, in der Werkstatt, in der Produktion oder bei Dienstleistungen in den Blick rĂŒcken. Ihre Arbeit und Leistungen mĂŒssen wertgeschĂ€tzt und auch durch Anreize anerkannt werden", forderte der PrĂ€sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). "Den LeistungstrĂ€gern muss das klare Signal gegeben werden, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, dass es sich lohnt, wenn man arbeitet", erklĂ€rte er.

Es sei richtig, dass die Bundesregierung im Rahmen ihrer Wachstumsinitiative Anreize fĂŒr Mehrarbeit setzen will. "Doch es ist zu kurz gesprungen, nur Älteren Steuervorteile zu gewĂ€hren. Das muss auch fĂŒr JĂŒngere gelten. Nötig ist es, ganz grundsĂ€tzlich die Steuerbelastung zu verringern", sagte Dittrich. "Im Grunde ist die Idee, nur auslĂ€ndischen FachkrĂ€ften besondere Steuerrabatte zu gewĂ€hren, das EingestĂ€ndnis, dass wir in Deutschland bei den Steuern nicht wettbewerbsfĂ€hig sind. Die hohe Steuer- und Abgabenlast ist doch einer der HauptgrĂŒnde, warum Deutschland fĂŒr viele Menschen aus anderen LĂ€ndern mittlerweile unattraktiv ist. Und was fĂŒr diese Gruppe zutrifft, gilt doch wohl gleichermaßen fĂŒr die im Land Arbeitenden", sagte der ZDH-PrĂ€sident.

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