Hanns-Seidel-Stiftung, FJS-Preis

Hanns-Seidel-Stiftung verleiht FJS-Preis an Maia Sandu / Markus Ferber, MdEP: IntegritÀt mit strategischer Weitsicht und einem klaren Bekenntnis zur europÀischen Zukunft der Republik Moldau.

21.06.2025 - 17:10:08

MĂŒnchen - Maia Sandu, StaatsprĂ€sidentin der Republik Moldau, erhĂ€lt heute (21. Juni 2025) den Franz Josef Strauß-Preis der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. Festredner ist der Bayerische MinisterprĂ€sident Dr. Markus Söder, MdL, bei der feierlichen Verleihung vor 400 GĂ€sten im Kaisersaal der MĂŒnchner Residenz. Laudatorin ist Bayerns LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner, MdL. Maia Sandu, seit 2020 erste Frau im Amt der PrĂ€sidentin der Republik Moldau, hĂ€lt das sĂŒdosteuropĂ€ische Land in einer politisch schwierigen Zeit konsequent auf pro-europĂ€ischem Kurs.

Eintreten fĂŒr Frieden, Freiheit und Recht

In Erinnerung an das Lebenswerk von Franz Josef Strauß zeichnet die Hanns-Seidel-Stiftung Persönlichkeiten aus, die sich in herausragender Weise fĂŒr Frieden, Freiheit und Recht, fĂŒr Demokratie und internationale VerstĂ€ndigung einsetzen. Sandus' Einsatz fĂŒr Rechtsstaatlich-keit, ihre Beharrlichkeit im Kampf gegen Ă€ußere Einflussnahme und ihre FĂŒhrungsstĂ€rke in Krisenzeiten machen sie zu einer herausragenden politischen Persönlichkeit unserer Zeit.

Der Stiftungsvorsitzende Markus Ferber, MdEP, wĂŒrdigt die bisherigen politischen Verdienste von PreistrĂ€gerin Sandu: "Sie steht beispielhaft fĂŒr eine neue politische Kultur in Osteuropa, die auf Transparenz, Verantwortlichkeit und der konsequenten Ausrichtung an demokratischen Werten beruht. Sandus' AmtsfĂŒhrung verbindet IntegritĂ€t mit strategischer Weitsicht und einem klaren Bekenntnis zur europĂ€ischen Zukunft der Republik Moldau."

Sandu ist demokratische Symbolgestalt

In der Urkunde heißt es weiter: "Als zentrale Figur der pro-europĂ€ischen Reformbewegung setzt sich PrĂ€sidentin Sandu entschieden fĂŒr den Kampf

gegen Korruption, die Integration in die EuropĂ€ische Union und den Widerstand gegen die Einflussnahme autoritĂ€rer auslĂ€ndischer Akteure ein. Trotz erheblicher Herausforderungen hat sie das internationale Ansehen der Republik Moldau deutlich gestĂ€rkt und sich als Symbolgestalt fĂŒr demokratischen, rechtsstaatlichen und westlich orientierten Wandel etabliert."

Festrede, Laudatio, Dank

Festredner war der CSU-Vorsitzende und Bayerische MinisterprĂ€sident Dr. Markus Söder, MdL: "Herzlichen GlĂŒckwunsch an Maia Sandu, zum "Franz Josef Strauß-Preis" der Hanns-Seidel-Stiftung! Der Preis ist etwas Besonderes: Wir wĂŒrdigen damit den vorbildlichen Einsatz einer großen Persönlichkeit fĂŒr Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Mit mutigem Engagement fĂŒhrt Maia Sandu ihr Land nach Europa. Das verdient großen Respekt und Anerkennung. Wir stehen an der Seite von Maia Sandu und unterstĂŒtzen den Weg der Republik Moldau. Der Preis setzt auch ein Zeichen pro Ukraine und pro Europa - gerade auch in die Republik Moldau hinein. Franz Josef Strauß war begeisterter Bayer, großer Deutscher und europĂ€ischer VisionĂ€r: Als VorkĂ€mpfer fĂŒr die europĂ€ische Idee hat er gewusst, dass man sich fĂŒr Freiheit und Demokratie einsetzen muss. Durch die Bedrohung im Osten und die Unsicherheit in der Welt ist das gĂŒltiger denn je. Darum braucht es eine starke Bundeswehr und NATO. Europa muss der Kontinent der Demokratie, Freiheit und Menschenrechte bleiben!"

LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner, MdL, nennt Sandu in ihrer Laudatio eine "unbeirrbare KĂ€mpferin fĂŒr die Demokratie", die als erste Frau an der Spitze ihres Staates "eine neue politische Kultur in Osteuropa verkörpert, geprĂ€gt von Verantwortlichkeit und einem klaren Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit!"

Die Urkunde ĂŒberreichten Markus Söder, Markus Ferber und Ilse Aigner gemeinsam an PreistrĂ€gerin Maia Sandu. In ihrer simultan ĂŒbersetzten Rede dankte PrĂ€sidentin Maia Sandu fĂŒr die Anerkennung ihres politischen Wirkens: "Moldau wird keine MĂŒhen scheuen, um unsere SouverĂ€nitĂ€t, unsere Demokratie und unseren europĂ€ischen Weg zu verteidigen", sagte die StaatsprĂ€sidentin, "aber wir können es nicht alleine schaffen", fĂŒgte sie hinzu. Russland habe festgestellt, dass "hybride KriegsfĂŒhrung in manchen FĂ€llen effektiver sein kann als Bodentruppen. Das haben wir bei den PrĂ€sidentschaftswahlen im vergangenen Jahr und dem Referendum zur Verankerung des EU-Beitritts in unserer Verfassung deutlich gesehen", erklĂ€rt Sandu die Lage in ihrem Land. Sie nannte es "eine große Ehre, den Franz Josef Strauß-Preis hier in MĂŒnchen entgegenzunehmen, von einer Stiftung, die seit langem fĂŒr Demokratie, Freiheit und ein vereintes Europa steht."

Maia Sandu erste FJS-PreistrÀgerin

Der Franz Josef Strauß-Preis wird seit 1996 verliehen. Bisherige PreistrĂ€ger sind u.a. Roman Herzog, Helmut Kohl oder Jean-Claude Juncker. Maia Sandu ist die erste Frau, die nun mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Mit dem Preisgeld des mit 10.000 Euro dotierten FJS-Preises unterstĂŒtzt die PreistrĂ€gerin die Erhaltung der Meisterwerke von Eugen Doga. Der bedeutendste zeitgenössische moldauische Komponist war Anfang Juni im Alter von 88 Jahren verstorben. Doga komponierte Werke fĂŒr Oper, Ballett und Film und war bekannt als Mittler zwischen den Sprachgruppen sowie wichtiger TrĂ€ger der europĂ€ischen Kultur.

Musikalische Umrahmung durch Stipendiaten

Stipendiaten der Stiftung haben die feierliche Verleihung mit Werken von HĂ€ndel und Wagner musikalisch umrahmt. Über 400 Personen des öffentlichen Lebens folgten der Einladung der Stiftung in die MĂŒnchner Residenz.

Republik Moldau hat 2,5 Millionen Einwohner

Das sĂŒdosteuropĂ€ische Land Moldau zĂ€hlt rund 2,5 Millionen Einwohner und grenzt im Westen an RumĂ€nien und damit an die EuropĂ€ische Union. Das Land entstand 1991 nach Auflösung der Sowjetunion. Seit 2022 ist Moldau ein EU-Beitrittskandidat, die Beitrittsverhandlungen begannen im Juni 2024.

Die Hanns-Seidel-Stiftung ist in Moldau mit Projekten tÀtig, z.B. im Dialog mit der Zivilgesellschaft, zu Fragen von Frieden, Demokratie und EuropÀischer Einigung sowie zur StÀrkung von Parlament, Polizei und QualitÀtsjournalismus.

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Hubertus Klingsbögl
Pressesprecher
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