Bundesliga, Borussia Dortmund

Watzke neuer BVB-PrÀsident - Nur 59 Prozent Ja-Stimmen

23.11.2025 - 18:56:32 | dpa.de

Hans-Joachim Watzke ist neuer PrĂ€sident von Borussia Dortmund, erhĂ€lt aber ein schwaches Ergebnis. Auf der BĂŒhne kommt es zur Versöhnung mit seinem AmtsvorgĂ€nger.

Reinhold Lunow und Hans-Joachim Watzke lieferten sich im Sommer einen öffentlichen Streit um die Wahl zum BVB-PrÀsidenten - Foto: Bernd Thissen/dpa
Reinhold Lunow und Hans-Joachim Watzke lieferten sich im Sommer einen öffentlichen Streit um die Wahl zum BVB-PrÀsidenten - Foto: Bernd Thissen/dpa

Hans-Joachim Watzke ist zum PrÀsidenten von Borussia Dortmund gewÀhlt worden, hat aber einen deutlichen Denkzettel erhalten. Der 66-JÀhrige bekam auf der Mitgliederversammlung des Vereins lediglich 59 Prozent der Stimmen. Von den 238.000 Mitgliedern nahmen nur 4476 an der Wahl teil. 

Zuvor war Watzke noch unter großem Applaus der 1951 anwesenden Mitglieder in der Westfalenhalle nach fast 21 Jahren als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der BVB-Kapitalgesellschaft von Borussia Dortmund verabschiedet worden. «Da ist viel Wehmut mit dabei», sagte Watzke. Er war der einzige Kandidat des Wahlausschusses, nachdem der amtierende PrĂ€sident Reinhold Lunow seine ursprĂŒngliche Kandidatur zurĂŒckgezogen hatte.

Zwischen Watzke und Lunow wurde es emotional

Auf der Mitgliederversammlung kam es zur großen öffentlichen Versöhnung der ehemaligen Kontrahenten. «Lieber Reinhold Lunow: Du hast mich immer unterstĂŒtzt und warst da, als wir in den Abgrund geblickt haben. DafĂŒr möchte ich dir heute auch ganz herzlich danken», sagte Watzke. 

Lunow reagierte gerĂŒhrt. «Wir haben viele Sachen gemeinsam gemacht. Dass es in letzter Zeit Schwierigkeiten gab, dass wir auseinander gebracht worden sind, das war nicht unbedingt unsere persönliche Schuld. Das lag auch an Leuten im Umfeld, die das befeuert haben. Das war nicht nötig», sagte der 72-JĂ€hrige unter TrĂ€nen und fiel Watzke anschließend in die Arme. 

Wegen der ĂŒberraschenden Kandidatur Lunows war im Sommer ein öffentlicher Streit ausgebrochen. Der Fanabteilungs-Vorsitzende Tobias Westerfellhaus sprach von «fragwĂŒrdigen Wendungen in einem Wahlkampf, der am Ende kein Wahlkampf war» und bekam dafĂŒr reichlich Zustimmung. «Diese Monate haben gezeigt, dass unser Verein dringend VerĂ€nderungen benötigt», sagte Westerfellhaus.

Technische Probleme verzögern die Wahl

Die Wahl Watzkes hatte sich aufgrund technischer Probleme verzögert. Die gesamte Veranstaltung hatte deshalb mit einer Stunde VerspÀtung begonnen. Damit theoretisch alle Mitglieder digital abstimmen konnten, fand die Versammlung erstmals in hybrider Form statt. Allerdings streikte dabei zunÀchst die Technik, so dass die Tagesordnung geÀndert und einzelne Punkte ohne Abstimmung vorgezogen wurden. 

Der frĂŒhere BVB-Schatzmeister Watzke war 2005 in die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Kapitalgesellschaft gerĂŒckt. In seine Amtszeit fallen die wirtschaftliche Sanierung und der sportliche Aufschwung des BVB mit zwei Meisterschaften, drei Pokalsiegen und zwei Endspiel-Teilnahmen in der Champions League.

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