Watzke kein BVB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer mehr - Versöhnung mit Lunow
23.11.2025 - 15:15:55Hans-Joachim Watzke ist nach mehr als 20 Jahren nicht mehr GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kapitalgesellschaft von Borussia Dortmund. «Das ist meine letzte Mitgliederversammlung als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KGaA. Da ist viel Wehmut mit dabei», sagte Watzke bei der BVB-Mitgliederversammlung, bei der er im weiteren Verlauf zum PrĂ€sidenten des Stammvereins gewĂ€hlt werden sollte. Der 66-JĂ€hrige war einziger Kandidat des Wahlausschusses, nachdem der amtierende PrĂ€sident Reinhold Lunow seine ursprĂŒngliche Kandidatur zurĂŒckgezogen hatte.
Der frĂŒhere BVB-Schatzmeister Watzke war 2005 in die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Kapitalgesellschaft gerĂŒckt. In seine Amtszeit fallen die wirtschaftliche Sanierung und der sportliche Aufschwung des BVB mit zwei Meisterschaften, drei Pokalsiegen und zwei Endspiel-Teilnahmen in der Champions League.Â
Wahl zum PrÀsidenten verzögert
Die PrĂ€sidenten-Wahl verzögerte sich indes aufgrund technischer Probleme. Die gesamte Veranstaltung hatte deshalb mit einer Stunde VerspĂ€tung begonnen. Damit theoretisch alle der 238.000 Mitglieder digital abstimmen konnten, fand die Mitgliederversammlung erstmals in hybrider Form statt. Allerdings streikte dabei zunĂ€chst die Technik, so dass die Tagesordnung geĂ€ndert und einzelne Punkte ohne Abstimmung vorgezogen wurden.Â
Aus der Fanabteilung kam auch schnell Kritik am Vorlauf der PrĂ€sidenten-Wahl auf. Vorstandsmitglied Tobias Westerfellhaus sprach unter dem riesigen Applaus der anwesenden Mitglieder von «fragwĂŒrdigen Wendungen in einem Wahlkampf, der am Ende kein Wahlkampf war». Die Fanabteilung des BVB zielte damit auf den öffentlichen Streit im Sommer ab, der nach der ĂŒberraschend angekĂŒndigten Kandidatur Lunows entstanden und erst nach dessen RĂŒckzug beendet worden war. «Diese Monate haben gezeigt, dass unser Verein dringend VerĂ€nderungen benötigt», sagte Westerfellhaus.Â
Ăffentliche Versöhnung zwischen Watzke und Lunow
Watzke und Lunow demonstrierten allerdings öffentlich Einigkeit und gingen aufeinander zu. «Lieber Reinhold Lunow: Du hast mich immer unterstĂŒtzt und warst da, als wir in den Abgrund geblickt haben. DafĂŒr möchte ich dir heute auch ganz herzlich danken», sagte Watzke in seiner Abschiedsrede.Â
Lunow reagierte gerĂŒhrt. «Wir haben viele Sachen gemeinsam gemacht. Dass es in letzter Zeit Schwierigkeiten gab, dass wir auseinander gebracht worden sind, das war nicht unbedingt unsere persönliche Schuld. Das lag auch an Leuten im Umfeld, die das befeuert haben. Das war nicht nötig», sagte der 72-JĂ€hrige unter TrĂ€nen.


