Bundesliga, 1. FC Heidenheim

Im Abstiegskampf: Heidenheim darf hoffen - St. Pauli taumelt

25.04.2026 - 17:31:09 | dpa.de

Heidenheim wahrt mit einem frĂŒhen und einem spĂ€ten Tor die Mini-Chance auf die Rettung im Saison-Endspurt. St. Paulis Sorgen im Abstiegskampf wachsen dagegen.

  • Drehte frĂŒh jubelnd ab: TorschĂŒtze Budu Siwsiwadse - Foto: Tom Weller/dpa
    Drehte frĂŒh jubelnd ab: TorschĂŒtze Budu Siwsiwadse - Foto: Tom Weller/dpa
  • Unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams: Alexander Blessin - Foto: Tom Weller/dpa
    Unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams: Alexander Blessin - Foto: Tom Weller/dpa
  • Gab die Richtung vor: FCH-Coach Frank Schmidt - Foto: Tom Weller/dpa
    Gab die Richtung vor: FCH-Coach Frank Schmidt - Foto: Tom Weller/dpa
Drehte frĂŒh jubelnd ab: TorschĂŒtze Budu Siwsiwadse - Foto: Tom Weller/dpa Unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams: Alexander Blessin - Foto: Tom Weller/dpa Gab die Richtung vor: FCH-Coach Frank Schmidt - Foto: Tom Weller/dpa

Der 1. FC Heidenheim darf weiter von der Last-Minute-Rettung in der Fußball-Bundesliga trĂ€umen. Zugleich vergrĂ¶ĂŸerte der Tabellenletzte durch das 2:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli die Abstiegssorgen des direkten Konkurrenten aus Hamburg, der jetzt nur noch vier Punkte vor den Heidenheimern liegt. 

Budu Siwsiwadse traf vor 15.000 Zuschauern bereits nach drei Minuten und Eren Dinkci machte in der Schlussphase alles klar (82.). Dadurch verlÀngerte der FCH die Formkrise des Gegners. St. Pauli wartet als Tabellen-16. im Kampf um den Klassenerhalt schon seit Ende Februar auf einen Dreier und steht bei noch drei ausstehenden Partien enorm unter Druck.

HĂ€tte die Mannschaft von FCH-Trainer Frank Schmidt verloren, wĂ€re der vorzeitige Abstieg nach drei Jahren in der Bundesliga besiegelt gewesen - trotz der Spiele bei den Bayern, in Köln und daheim gegen Mainz 05. «Ein Endspiel hĂ€tten wir uns natĂŒrlich anders gewĂŒnscht, um etwas zu erreichen. Jetzt mĂŒssen wir an diesem Spieltag etwas verhindern. Es hilft nur ein Erfolgserlebnis», sagte Schmidt.

Heidenheim startet furios

Seine SchĂŒtzlinge wussten um die prekĂ€re Ausgangslage und begannen stĂŒrmisch. Durch den zuletzt angeschlagenen Dinkci kamen sie zur ersten Möglichkeit (2.). Nur Augenblicke spĂ€ter stand bei der darauffolgenden Ecke Siwsiwadse richtig und drehte jubelnd ab.

Die GĂ€ste hatten sich nach den Negativerlebnissen vorgenommen, eine Reaktion zu zeigen. «Jetzt erst recht», hatte Coach Alexander Blessin erklĂ€rt. Schließlich sei das Team intakt und «gewillt, bis zum letzten Spieltag alles zu geben», sagte 52-JĂ€hrige. «Dazu gehört auch, NackenschlĂ€ge hinzunehmen und wieder aufzustehen.»

Hountondji verpasst den Ausgleich

Nach dem frĂŒhen StimmungsdĂ€mpfer in der Voith-Arena brauchten die Hamburger ein paar Minuten, um sich zu berappeln. Dann setzten sie die Gastgeber aber immer wieder unter Druck - ohne dabei allerdings richtig gefĂ€hrlich zu werden. Lediglich ein Alleingang von Andreas Hountondji brachte die Hausherren in BedrĂ€ngnis (24.).

Viel zu hĂ€ufig fanden die PĂ€sse im letzten Drittel allerdings keinen Abnehmer. Mit einer tief ins Gesicht gezogenen Schildkappe und ausgebreiteten Armen wandte sich Blessin nach dem nĂ€chsten Fehler im Aufbauspiel vom Geschehen auf dem Rasen ab, zufrieden war der Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht. Auch der Abschluss von Arkadiusz Pyrka neben das Heidenheimer Tor dĂŒrfte Blessin kurz vor dem Seitenwechsel nicht aufgemuntert haben.

St. Pauli ohne Konsequenz

Zumal seinem Team auch nach Wiederbeginn die nötige Konsequenz fehlte. Danel Sinani scheiterte am Außennetz (50.), Hountondji an FCH-Keeper Diant Ramaj (54.). Das war es dann aber auch schon wieder mit den OffensivbemĂŒhungen der GĂ€ste, bei denen auch Wechsel nicht fĂŒr den nötigen Erfolg sorgten. 

Heidenheim verteidigte bis zum Abpfiff konzentriert und sorgte durch einen von Dinkci sehenswert vollendeten Konter fĂŒr die Entscheidung. Beim fĂŒnften Liga-Sieg blieb der FCH erstmals in dieser Bundesliga-Spielzeit ohne Gegentor und geht mit RĂŒckenwind in das Saisonfinale.

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