LĂ€nder fordern vom Bund groĂen Wurf fĂŒr Haushalt 2025
02.07.2024 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deEr forderte "Entlastungen bei der Körperschaftsteuer", die "Abschaffung des Solis fĂŒr Unternehmen", eine "dauerhafte Senkung der Stromsteuer auf das von der EU festgesetzte Minimum" sowie "spĂŒrbare Sanktionen gegen BĂŒrgergeld-Bezieher, die eine Mitwirkung und jede Arbeitsaufnahme ablehnen". Der sĂ€chsische Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sagte: "Wichtig fĂŒr Wachstum und höhere Steuereinnahmen sind geringere Energiekosten, flexiblere Arbeitszeiten und die Absenkung ĂŒberzogener Standards." Ein groĂes Problem seien zudem "die immer weiter steigenden Sozialausgaben, die auch die Kommunen massiv belasten. Das kann so nicht weitergehen." Kretschmer sprach sich "als zweiten Schritt" fĂŒr ein "Sondervermögen fĂŒr wichtige Investitionen insbesondere fĂŒr die kommunale Infrastruktur, fĂŒr Schule, Kita, Sport oder KommunalstraĂen" aus. Klar sein mĂŒsse allerdings: "Es braucht in jedem Fall zunĂ€chst einen Kurswechsel. Wir kommen nur mit mehr Freiheit und weniger Staat aus dieser Krise. Wir brauchen mehr wirtschaftliche Vernunft. Die LĂ€nder sind bereit, den Bund dabei zu unterstĂŒtzen." Der baden-wĂŒrttembergische Finanzminister Danyal Bayaz (GrĂŒne) appellierte an die Ampel-Koalition, im Streit ĂŒber notwendige Investitionen in die Infrastruktur und die Transformation der Wirtschaft "einen groĂen Wurf" abzuliefern. Zugleich bot Bayaz die UnterstĂŒtzung der LĂ€nder an. "Der Bundesfinanzminister sollte die demokratische Opposition und uns LĂ€nder einladen, um darĂŒber zu sprechen, wie wir groĂe Investitionen ĂŒber Legislaturperioden hinweg und unabhĂ€ngig von der Tagespolitik stemmen können", so der GrĂŒnen-Politiker der "Welt". Bayerns Finanzminister Albert FĂŒracker (CSU) wandte sich gegen jede zusĂ€tzliche Kreditaufnahme. "Die ewig monotonen Forderungen nach Umgehungen der Schuldenbremse, egal ob ĂŒber Sondervermögen, Investitionsfonds oder Manipulation der Konjunkturkomponente lehnen wir ab", so FĂŒracker der "Welt". "Unser Land benötigt echten Reformwillen und Mut zur Priorisierung."
