Bayern, HES

Rhein nimmt Söder-Forderung nach LÀnderfusionen nicht ernst

18.01.2026 - 00:00:00

Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) ist auf Distanz zur Forderung seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) nach LĂ€nderfusionen aus SpargrĂŒnden gegangen.

"Das ist wie bei Debatten im Sommer ĂŒber das Ungeheuer von Loch Ness: Sie kommen immer wieder hoch. Deshalb beteilige ich mich nicht daran", sagte Rhein dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Jedes Land habe seine ganz eigene Kultur, Tradition und Geschichte. Er mahnte aber eine Entlastung der GeberlÀnder im LÀnderfinanzausgleich an: "Selbst wir im finanziell starken Hessen sind am Ende unserer Möglichkeiten angelangt."

Der CDU-Politiker forderte, im Zuge einer großen Reform des LĂ€nderfinanzausgleichs die BeitrĂ€ge der GeberlĂ€nder zu senken und den NehmerlĂ€ndern Vorgaben zu machen. "KĂŒnftige Zuweisungen mĂŒssen außerdem an messbare Reformschritte in NehmerlĂ€ndern gekoppelt sein, zum Beispiel bei den Themen Verwaltungseffizienz und Schuldenabbau." Rhein kritisierte ferner diverse Bund-LĂ€nder-Vereinbarungen. "Ich möchte mit dem Bund auch nicht mehr ĂŒber diese sogenannten "Pakte" sprechen. Sie fĂŒhren zu nichts." Der Bund hĂ€nge Themen wie Richterstellen, Kinderbetreuung und Digitalisierung ins "Schaufenster" und gebe ein bisschen Geld. "Und nach kurzer Zeit stehen wir mit dem Pakt allein da."

Als Beispiel nannte er den Pakt fĂŒr den Rechtsstaat. Der Bund finanziere die Richterstellen maximal fĂŒr zwei Jahre. "Richter sind Beamte, wenn wir sie mit 27 Jahren einstellen, finanzieren wir sie als Land selbst dann noch 38, 39 Jahre bis zur Pensionierung. Wir können uns das nicht mehr leisten."

@ dts-nachrichtenagentur.de