HSV schlägt Gladbach 3:1 und beendet Krise im Volksparkstadion
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 22:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSItakura-Platzverweis entscheidet die Partie
- Der HSV ging im ausverkauften Volksparkstadion durch Miro Muheims dritten Fernschusstreffer der Saison in Führung.
- Joe Scally erzielte kurz vor der Halbzeit den 1:1-Ausgleich für Borussia Mönchengladbach.
- Ko Itakura sah in der 49. Minute Gelb-Rot, danach trafen Shafiq Nandja und Albert Grönbaek für Hamburg.
Hamburger SV gewinnt Kellerduell gegen Gladbach
Der Hamburger SV hat Borussia Mönchengladbach am neunten Spieltag mit 3:1 geschlagen und damit die eigene Krise beendet. Gladbach blieb nach der Niederlage mit vier Punkten Tabellenletzter, während Hamburg vorerst von Platz 15 auf Rang acht kletterte.
Muheim eröffnet die Partie
Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion brachte Miro Muheim den HSV in der 11. Minute mit einem Schuss aus 30 Metern in Führung. Joe Scally glich kurz vor der Pause aus, nachdem Gladbach zuvor mehrere Chancen ausgelassen hatte.
Itakura muss vom Platz
Die entscheidende Szene folgte kurz nach Wiederbeginn: Ko Itakura sah wegen wiederholten Foulspiels in der 49. Minute Gelb-Rot. Gladbach musste die fast komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten und zog sich weitgehend in die Defensive zurück.
Nandja und Grönbaek treffen
Shafiq Nandja erzielte in der 60. Minute seinen ersten Treffer für Hamburg. Albert Grönbaek erhöhte zehn Minuten später mit einem weiteren Distanzschuss und machte den überzeugenden Heimsieg des HSV perfekt.
Mohya bleibt ohne entscheidenden Einfluss
Gladbachs 17 Jahre altes Talent Wael Mohya konnte sich einen Tag nach seiner Nominierung durch Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nations-League-Spiele gegen Serbien und die Niederlande nicht entscheidend durchsetzen. HSV-Trainer Merlin Polzin setzte wieder auf Abwehrchef Sebastiaan Bornauw, der nach seiner Genesung in die Startelf zurückkehrte.
Der Sieg beendet für den Hamburger SV eine schwierige Phase und verschafft dem Aufsteiger im Tabellenmittelfeld zunächst Luft. Nach neun Spieltagen beträgt der Abstand des HSV zum Tabellenende acht Punkte; zugleich bleibt die Platzierung wegen der frühen Saisonphase vorläufig.
Für Borussia Mönchengladbach wiegt die Niederlage schwerer, weil die Mannschaft zuvor in Stuttgart gewonnen und in Paderborn sowie im Pokal Selbstvertrauen gesammelt hatte. Diese Entwicklung hatte den Klub vor dem Gastspiel in Hamburg aus der anfänglichen Negativserie geführt, konnte aber die defensive Anfälligkeit im Volksparkstadion nicht überdecken.
Überzahl verändert das Spiel
Der Platzverweis gegen Ko Itakura kurz nach der Pause war der entscheidende strukturelle Einschnitt. Gladbach musste sich danach weitgehend zurückziehen, während der HSV mit zusätzlichem Ballbesitz den Druck erhöhte und die Führung erzwang.
Die Partie zeigt zudem die unterschiedliche Bedeutung der Nationalmannschaftsnominierung für Wael Mohya und den Verein. Der 17-Jährige bleibt trotz seiner starken Wochen ein Entwicklungsprojekt; im Tabellenkampf kann Gladbach seine Verantwortung nicht allein auf das Talent verlagern. Vor der Länderspielpause braucht die Borussia vor allem defensive Stabilität, während der HSV den Erfolg gegen den direkten Konkurrenten bestätigen muss.
