Juli-Vorsitzende, RĂŒcktritt

Juli-Vorsitzende fordert RĂŒcktritt von FDP-GeneralsekretĂ€r

29.11.2024 - 10:13:19 | dpa.de

«Ich wurde getÀuscht»: Aus der Jugendorganisation der FDP wÀchst der Druck auf Bijan Djir-Sarai. Er soll seinen Hut nehmen, lautet die Forderung.

Abschluss FDP-Bundesparteitag - Foto: Joerg Carstensen/dpa
Abschluss FDP-Bundesparteitag - Foto: Joerg Carstensen/dpa

Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Franziska Brandmann, fordert in der AffĂ€re um das Strategiepapier fĂŒr einen Koalitionsaustritt den RĂŒcktritt des FDP-GeneralsekretĂ€rs. «Als GeneralsekretĂ€r trĂ€gt Bijan Djir-Sarai die politische Verantwortung fĂŒr die Inhalte und die Ausrichtung der Partei. Um weiteren Schaden von der Partei abzuwenden, habe ich Bijan Djir-Sarai als JuLi-Bundesvorsitzende dazu aufgefordert, von seinem Amt zurĂŒckzutreten», schrieb Brandmann auf dem Kurznachrichtendienst X.

Sie erklĂ€rte, das am Vortag öffentlich gewordene Papier sei «einer liberalen Partei unwĂŒrdig». Nicht nur die Öffentlichkeit mĂŒsse den Eindruck gewinnen, ĂŒber Wochen getĂ€uscht worden zu sein – sondern auch die eigene Partei. «Das gilt auch fĂŒr mich – auch ich wurde getĂ€uscht. Ich weiß, dass das GefĂŒhl, das sich deshalb in mir breit macht, von vielen Mitgliedern der Freien Demokraten geteilt wird», so Brandmann.

Den GesprĂ€chen im FDP-Bundesvorstand entspreche das Papier nicht. Auch sei es dort nicht vorgelegt worden. «Dass es erstellt wurde, lĂ€sst aber tief blicken. Was da zu sehen ist, passt nicht zu den Freien Demokraten, wie ich sie kenne – souverĂ€n, glaubwĂŒrdig und mit offenem Visier fĂŒr liberale Politik eintretend. Es ist das Gegenteil von all dem», erklĂ€rte Brandmann.

Weder dieses Papier noch der Umgang damit in den letzten Wochen lasse sich auf Mitarbeiter der BundesgeschĂ€ftsstelle der FDP abwĂ€lzen. Der Versuch, das zu tun, sei inakzeptabel. Die VorgĂ€nge kosteten die FDP «viel GlaubwĂŒrdigkeit», fĂŒgte sie hinzu.

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