Ilse Aigner, Bundespräsidentenwahl 2027

Ilse Aigner: Hagel unterstützt Kandidatur als Bundespräsidentin

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 05:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel wirbt ebenso wie Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke für die CSU-Politikerin. Die Unionsführung will ihre Entscheidung über die Kandidatin Anfang kommender Woche treffen.

Bundesversammlung entscheidet im Januar

  • Die Bundesversammlung tritt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen.
  • CSU-Generalsekretär Martin Huber erwartet für Aigner gute Chancen auf ein starkes Ergebnis im ersten Wahlgang.
  • Friedrich Merz will Anfang kommender Woche mit den CDU-Gremien über die Kandidatur beraten.
  • Wird Ilse Aigner die Kandidatin von CDU und CSU für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier? - Bild: Pia Bayer/dpa
  • Auch aus der CDU kommt immer mehr Zuspruch. Manuel Hagel setzt auf Aigners Erfahrung. (Archivbild) - Bild: Marijan Murat/dpa
  • Auch Dietmar Woidke lobt: «Sie kennt die deutsche Politik aus dem Effeff.» (Archivbild) - Bild: Carsten Koall/dpa
  • Auch Thorsten Frei lobt Ilse Aigner, meint aber, es gebe «natürlich auch andere, ganz ausgezeichnete Frauen». (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
Wird Ilse Aigner die Kandidatin von CDU und CSU für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier?  - Bild: Pia Bayer/dpa Auch aus der CDU kommt immer mehr Zuspruch. Manuel Hagel setzt auf Aigners Erfahrung. (Archivbild)  - Bild: Marijan Murat/dpa Auch Dietmar Woidke lobt: «Sie kennt die deutsche Politik aus dem Effeff.» (Archivbild)  - Bild: Carsten Koall/dpa Auch Thorsten Frei lobt Ilse Aigner, meint aber, es gebe «natürlich auch andere, ganz ausgezeichnete Frauen». (Archivbild)  - Bild: Michael Kappeler/dpa

CDU-Landeschef Hagel unterstützt Aigner

Die Unterstützung für eine Kandidatur von Ilse Aigner als Bundespräsidentin wächst: Baden-Württembergs CDU-Landeschef Manuel Hagel spricht sich für die CSU-Politikerin aus. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke von der SPD nennt Aigner die „perfekte Kandidatin“.

Hagel wirbt für gemeinsame Kandidatur

Hagel sagte der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart, Aigner habe seine volle Unterstützung als gemeinsame Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Sie verbinde Klarheit mit Herzlichkeit und könne angesichts des rauer werdenden politischen Klimas eine zusammenführende Stimme sein.

Bundesversammlung tagt im Januar

Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt Aigners Kandidatur; zudem haben sich mehrere einflussreiche CDU-Politiker, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten, für sie ausgesprochen.

Huber erwartet starkes Ergebnis

CSU-Generalsekretär Martin Huber sagte der „Rheinischen Post“, die Unterstützung zeige die hohe Akzeptanz für eine Kandidatin mit guten Chancen auf ein starkes Ergebnis bereits im ersten Wahlgang. Ein solches Ergebnis wäre aus seiner Sicht zugleich ein Signal für die demokratische Mitte.

Merz lässt Namen noch offen

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte am Montag für eine Frau als Bundespräsidentin plädiert, aber noch keinen Namen genannt. Eine Entscheidung wird Anfang kommender Woche erwartet, wenn sich CDU-Präsidium und Parteivorstand mit der Frage befassen.

Frei nennt weitere mögliche Kandidatinnen

Unionsfraktionschef Thorsten Frei bezeichnete Aigner als hervorragende Personalie, legte sich aber nicht auf sie fest. Zugleich verwies er auf weitere geeignete Frauen, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien und die frühere CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Bundespräsidentenwahl am 30. Januar 2027 rückt mit den öffentlichen Unterstützungsbekundungen für Ilse Aigner in eine entscheidende Vorphase. Die Bundesversammlung wählt das Staatsoberhaupt in Berlin; für die Union kommt es zunächst darauf an, CDU und CSU auf einen gemeinsamen Vorschlag festzulegen.

Aigner verfügt als bayerische Landtagspräsidentin und frühere Bundesministerin über politische Erfahrung auf Landes- und Bundesebene. Ihre Befürworter verweisen zugleich auf ihre überparteiliche Anschlussfähigkeit. Dass neben CSU- und CDU-Politikern auch ein SPD-Ministerpräsident Zustimmung signalisiert, erhöht den politischen Druck auf die Parteiführungen, sagt aber noch nichts über das Ergebnis der Wahl aus.

Entscheidung der Union steht bevor

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat sich für eine Frau im höchsten Staatsamt ausgesprochen, die Personalfrage aber offengelassen. Die Parteigremien von CDU und CSU müssen deshalb zwischen Aigner und weiteren genannten Bewerberinnen entscheiden und anschließend um Unterstützung über die eigene Koalition hinaus werben.

Für die Wahl ist entscheidend, ob ein Vorschlag bereits im ersten Wahlgang eine breite Mehrheit der Bundesversammlung erreicht. Eine gemeinsame Kandidatur könnte den Abstimmungsprozess bündeln; bis zur offiziellen Nominierung bleibt jedoch offen, welche Personalentscheidung die Unionsspitze trifft.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

SWR: „CDU-Fraktion in BW will Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin“ (04.11.2026)

Der Bericht beschreibt die Unterstützung der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion für Aigner und ordnet sie als Druck auf Friedrich Merz ein. Damit bestätigt er den wachsenden Rückhalt in der Südwest-CDU, setzt den Schwerpunkt aber stärker auf die innerparteiliche Dynamik.

Deutschlandfunk: „Unionsfraktionschef Frei nennt die bayerische Landtagspräsidentin Aigner eine "hervorragende Personalie"“ (05.11.2026)

Der Deutschlandfunk berichtet über Thorsten Freis positive Bewertung Aigners und die Unterstützung aus der CSU sowie von ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten. Zugleich bleibt offen, ob die Union Aigner tatsächlich als gemeinsame Kandidatin nominiert.

Die Berichte stimmen darin überein, dass Aigner parteiübergreifend an Unterstützung gewinnt. Unterschiede liegen vor allem in der Gewichtung: Im Mittelpunkt stehen entweder der Druck auf Merz oder die noch ausstehende Entscheidung über den gemeinsamen Unionsvorschlag.

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