Ilse Aigner: Hoppermann hĂ€lt sie fĂŒr sehr gut geeignet
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 08:04 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSMerz legt Vorschlag in Parteigremien vor
- Franziska Hoppermann nennt Ilse Aigner ausdrĂŒcklich als geeignete Bewerberin fĂŒr das BundesprĂ€sidentenamt.
- Friedrich Merz will seinen Vorschlag am Montag in den Gremien prÀsentieren.
- Die Union begrĂŒndet die Dauer der Suche mit der Bedeutung des höchsten Staatsamtes.
Hoppermann lobt Aigner vor Entscheidung ĂŒber Steinmeier-Nachfolge
CDU-GeneralsekretĂ€rin Franziska Hoppermann hĂ€lt Ilse Aigner fĂŒr sehr gut geeignet als BundesprĂ€sidentin, bestĂ€tigt eine Festlegung auf die CSU-Politikerin aber nicht. Den Vorschlag will der Parteivorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag in den Gremien machen, sagte Hoppermann dem Nachrichtenportal âT-Onlineâ.
Aigner als geeignete Bewerberin genannt
âIn jedem Fall wĂ€re Ilse Aigner sehr gut fĂŒr das Amt geeignet, so wie auch einige Frauen aus unserer Parteiâ, sagte Hoppermann. Zugleich verwies sie darauf, dass der parteiintern vereinbarte Prozess noch laufe und Merz seinen Vorschlag erst in den zustĂ€ndigen Gremien vorlegen werde.
Union verteidigt lange Suche
Die CDU-GeneralsekretĂ€rin verteidigte die innerhalb der Union teils kritisierte Dauer der Suche nach einem Nachfolger fĂŒr BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier. Die Union habe stets angekĂŒndigt, im Herbst nach den Landtagswahlen einen Vorschlag zu machen.
Entscheidung bis zum 9. November
Merz habe eine Entscheidung zum 9. November in Aussicht gestellt, sagte Hoppermann. Bis dahin wĂŒrden die erforderlichen GesprĂ€che gefĂŒhrt; die Union befinde sich damit genau im vereinbarten Prozess.
Bei der Suche nach dem Nachfolger gehe es um das höchste Staatsamt. Gesucht werde eine Person, die die Gesellschaft in polarisierten Zeiten wieder zusammenfĂŒhre. âDas ist nichts, was sich mal eben so machtâ, sagte Hoppermann.
Das Amt des BundesprĂ€sidenten wird durch die Bundesversammlung gewĂ€hlt. Die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet im FrĂŒhjahr 2027; die Wahl eines Nachfolgers muss deshalb rechtzeitig vorbereitet werden. Der BundesprĂ€sident hat vor allem reprĂ€sentative und verfassungsrechtliche Aufgaben, besitzt aber als ĂŒberparteiliche Instanz erhebliches politisches Gewicht.
Ilse Aigner ist seit 2018 PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags und gehört der CSU an. Eine Kandidatur der langjĂ€hrig erfahrenen Landespolitikerin wĂŒrde innerhalb der Union mehrere Interessen verbinden: Die CSU könnte erstmals seit lĂ€ngerer Zeit eine Bewerberin fĂŒr das höchste Staatsamt stellen, wĂ€hrend die CDU ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr eine Frau mit eigenstĂ€ndigem politischen Profil signalisieren könnte.
Entscheidung in den Parteigremien
Entscheidend ist der von Hoppermann genannte nĂ€chste Schritt: Der Parteivorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz soll seinen Vorschlag am Montag in den Gremien vorlegen. Bis dahin dĂŒrften GesprĂ€che innerhalb der Union und mit weiteren politischen KrĂ€ften fortgesetzt werden. Eine formelle Nominierung ist von der politischen UnterstĂŒtzung in der Bundesversammlung zu unterscheiden.
Die Debatte fĂ€llt in eine Phase, in der Parteien nach einem Kandidaten suchen, der ĂŒber das eigene Lager hinaus Zustimmung finden kann. Hoppermann begrĂŒndet die lange Dauer mit der Bedeutung des Amtes und dem Ziel, in polarisierten Zeiten eine gesellschaftlich verbindende Persönlichkeit zu finden. FĂŒr die Ăffentlichkeit bleibt damit bis zur Entscheidung vor allem die Frage relevant, ob die Union Aigner tatsĂ€chlich gemeinsam nominiert und welche UnterstĂŒtzung sie auĂerhalb von CDU und CSU erhĂ€lt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDFheute: âIlse Aigner soll BundesprĂ€sidentin werden: Kandidatin der Unionâ (06.11.2026)
Der Beitrag berichtet, dass die CSU-Politikerin Aigner BundesprĂ€sidentin werden soll. Damit bestĂ€tigt er den sich abzeichnenden Unionskurs, wĂ€hrend die dts-Meldung den Schwerpunkt auf Hoppermanns ausdrĂŒckliche Eignungsbewertung und den angekĂŒndigten Entscheidungsprozess legt.
tagesschau: âNach ARD-Informationen soll Ilse Aigner BundesprĂ€sidentin werdenâ (06.11.2026)
Die Meldung ordnet Aigner als mögliche gemeinsame Kandidatin von CDU und CSU ein. Anders als das Hoppermann-Interview stellt sie stÀrker die politischen Informationen zur erwarteten Nominierung in den Mittelpunkt; offen bleibt der formelle Beschluss in den Parteigremien.
Ăbereinstimmend zeichnet sich UnterstĂŒtzung der Union fĂŒr Aigner ab. Unterschiede bestehen vor allem beim Schwerpunkt zwischen politischer Vorabinformation und dem noch ausstehenden formellen Vorschlag; die endgĂŒltige Entscheidung und die Mehrheiten in der Bundesversammlung bleiben die nĂ€chsten zentralen Schritte.
