Ilse Aigner soll BundesprÀsidentin werden
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 17:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWahltermin und Amtswechsel
- Die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 das neue Staatsoberhaupt wÀhlen.
- Frank-Walter Steinmeiers zweite Amtszeit endet am 18. MĂ€rz 2027.
- Die Bundesversammlung setzt sich aus Bundestagsmitgliedern und LĂ€nderdelegierten zusammen.
CDU-FĂŒhrung unterstĂŒtzt Aigner fĂŒr das höchste Staatsamt
In der CDU-FĂŒhrung besteht Einigkeit darĂŒber, dass die CSU-Politikerin und bayerische LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner BundesprĂ€sidentin werden soll. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren hochrangigen Quellen der Union.
Gemeinsame Kandidatur von CDU und CSU
Die UnterstĂŒtzung Aigners zielt auf eine gemeinsame Kandidatur der Unionsparteien. Die formale Entscheidung der Parteispitzen steht noch aus.
Aigner ist seit November 2018 PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags. Zuvor war sie unter anderem Bundesministerin fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Steinmeiers Amtszeit endet 2027
Die Personalie betrifft die Nachfolge von BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier. Seine zweite Amtszeit endet am 18. MÀrz 2027; eine Wiederwahl ist nicht möglich.
Die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 das neue Staatsoberhaupt wĂ€hlen. Ăber die Kandidatur entscheidet zunĂ€chst die Union, anschlieĂend braucht Aigner im Wahlgremium die erforderliche Mehrheit.
Die Personalie fĂ€llt in die Vorbereitung der BundesprĂ€sidentenwahl, die am 30. Januar 2027 stattfinden soll. Frank-Walter Steinmeiers zweite Amtszeit endet am 18. MĂ€rz 2027; eine erneute Wahl ist fĂŒr ihn nicht möglich.
In der Union war die Nachfolge zuletzt mit der Frage verbunden, ob CDU und CSU eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen. Die CSU unterstĂŒtzt Aigner bereits, wĂ€hrend sich auch fĂŒhrende CDU-Politiker und mehrere MinisterprĂ€sidenten fĂŒr sie ausgesprochen haben. Damit verdichtet sich die Suche auf eine unionsweit tragfĂ€hige Personalie.
Entscheidung in der Union
FĂŒr Aigner sprechen ihre langjĂ€hrige Erfahrung in Bundes- und Landespolitik sowie ihr Amt als PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags. Die BefĂŒrworter stellen zudem ihre mögliche Wirkung ĂŒber die Parteigrenzen hinaus heraus. FĂŒr die Union wĂ€re eine gemeinsame Nominierung ein Signal geschlossener UnterstĂŒtzung.
Die Wahl selbst trifft die Bundesversammlung. Sie besteht aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleich groĂen Zahl von Delegierten der LĂ€nder. Eine Kandidatur Aigners wĂ€re deshalb zwar zunĂ€chst eine Entscheidung der Unionsparteien, mĂŒsste aber anschlieĂend in diesem Wahlgremium um Mehrheiten werben.
Ausblick auf die Bundesversammlung
Die nĂ€chsten Schritte liegen bei den Parteispitzen von CDU und CSU. Neben der Personalentscheidung muss sich zeigen, ob ein gemeinsamer Vorschlag auch auĂerhalb der Union Zustimmung findet. FĂŒr die politische Ăffentlichkeit steht damit nicht nur die Nachfolge Steinmeiers, sondern auch das kĂŒnftige ĂŒberparteiliche Profil des Staatsoberhaupts im Mittelpunkt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDFheute: âIlse Aigner als Steinmeier-Nachfolge? Auch CDU-Spitze öffnet sichâ (05.11.2026)
Der Beitrag habe berichtet, Unionsfraktionschef Thorsten Frei rechne mit einem gemeinsamen Vorschlag der CDU- und CSU-Vorsitzenden binnen weniger Tage. Anders als die dpa-Meldung habe er zudem die UnterstĂŒtzung von Dietmar Woidke und Cem Ăzdemir sowie den Wahltermin der Bundesversammlung beleuchtet.
Stern: âStaatsoberhaupt: Unions-Frauen wollen Aigner als BundesprĂ€sidentinâ (06.11.2026)
Der Beitrag habe die UnterstĂŒtzung aus der Frauen Union der CDU in den Mittelpunkt gestellt. Er habe zugleich darauf verwiesen, dass CDU-Gremien ĂŒber die Kandidatur beraten sollten, wĂ€hrend Friedrich Merz sich öffentlich noch nicht auf Aigner festgelegt habe. Einigkeit bestehe damit ĂŒber ihre wachsende UnterstĂŒtzung, offen bleibe der formale Beschluss der ParteifĂŒhrung.
Beide BeitrĂ€ge hĂ€tten die zunehmende Zustimmung fĂŒr Aigner bestĂ€tigt, aber unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt: ZDFheute habe den parteiĂŒbergreifenden RĂŒckhalt und den Wahlprozess betont, der Stern die innerparteiliche UnterstĂŒtzung und den noch ausstehenden CDU-Beschluss.
