Gedenkgottesdienst nach Gewalttat von Aschaffenburg
26.01.2025 - 10:58:35 | dpa.deVier Tage nach der Bluttat mit zwei Toten hat in Aschaffenburg der zentrale Gedenkgottesdienst begonnen. «Heute sind wir voll Trauer», sagte der Aschaffenburger Stiftspfarrer Martin Heim. «Wir sind verletzt ĂŒber diese brutale Tat.» Der katholische WĂŒrzburger Bischof Franz Jung sprach von «Schmerz und Trauer ĂŒber das, was am Mittwoch geschehen ist, der evangelische Landesbischof von Bayern, Christian Kopp, von «Angst, Fragen, Verunsicherung, Schock».
Auch Bundesinnenminister Nancy Faeser (SPD) und Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) nahmen an der Trauerfeier teil. Zuvor hatten sie den Tatort besucht. In dem Park, in dem ein zweijĂ€hriger Junge und ein 41 Jahre alter Mann am Mittwoch erstochen wurden, legten sie KrĂ€nze nieder.Â
«Es ist unfassbar, dass ein kleines Kind umgebracht wird, das am Morgen unterwegs war an einem lustigen Tag, sich vieles ĂŒberlegt hat, ein ganzes Leben vor sich hatte, dieses Kind ist tot», sagte Söder. «Ein Mann, der helfen wollte, der Zivilcourage gezeigt hat, der sich eingesetzt hat, ist ebenso gestorben. Eine unfassbare Tat an einem scheinbar friedlichen Ort.» Er betonte: «Wir reagieren besonnen und entschlossen. Politische Fragen werden da sicher noch diskutiert werden, aber heute, heute fĂŒhlen wir mit, heute trauern wir mit.»
Unterbrechung der Veranstaltung zur Tatzeit
Die Trauerfeier soll von 11.45 bis 11.50 Uhr, der Tatzeit am vergangenen Mittwoch, unterbrochen werden. In dieser Zeit sollen die Glocken aller Aschaffenburger Kirchen lÀuten.
Der Gottesdienst wurde auf einer Leinwand auf dem Stiftsplatz ĂŒbertragen und war auĂerdem auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aschaffenburg zu sehen und live im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks.
VerdÀchtiger in psychiatrischer Einrichtung
Am Mittwochmittag soll ein 28 Jahre alter Afghane in einem Park ihm offensichtlich unbekannte Menschen mit einem Messer angegriffen haben. Der VerdĂ€chtige befindet sich inzwischen in einer psychiatrischen Einrichtung. FĂŒr den ZweijĂ€hrigen Jungen, der bei dem Angriff ums Leben kam, hatte es am Samstag bereits ein Totengebet mit rund 1.000 Besuchern in einer Moschee in Frankfurt gegeben.
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