Geldautomaten, Jahr

Weniger gesprengte Geldautomaten

29.08.2024 - 11:53:00

Im Jahr 2023 ist die Zahl der gesprengten Geldautomaten wieder gesunken.

Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete 461 FĂ€lle, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte. Das waren 7,1 Prozent weniger als noch im Jahr 2022, als mit 496 Geldautomatensprengungen ein Höchstwert erreicht worden war. In die Statistik fließen auch Taten ein, bei denen es beim Versuch blieb. Den RĂŒckgang fĂŒhrt das BKA auf eine verbesserte Zusammenarbeit der Polizei im In- und Ausland zurĂŒck.

Allerdings ist das Vorgehen der TĂ€ter gefĂ€hrlicher geworden. In rund 90 Prozent der Sprengungen verwendeten sie laut Lagebild des BKA feste explosive Stoffe, um eine Sprengung auszulösen. Damit hat sich die Vorgehensweise der Kriminellen in den letzten Jahren deutlich verĂ€ndert. Laut BKA hatten sie noch 2019 ĂŒberwiegend Gas oder Gasgemische eingesetzt.

Mehr Gefahr durch Explosivstoffe

Feste Explosivstoffe wie Pyrotechnik oder auch militĂ€rische Sprengstoffe verursachen erhebliche SchĂ€den und setzen EinsatzkrĂ€fte wie Unbeteiligte einer großen Gefahr aus, berichtete das BKA. Die Wirkung von umherfliegenden TrĂŒmmerteilen und Splittern könne kaum eingeschĂ€tzt werden.

In vielen FĂ€llen schlugen die TĂ€ter außerdem nachts zwischen 2.00 Uhr und 5.00 Uhr zu. Die Ermittler schreiben ihnen insgesamt eine hohe Gewaltbereitschaft zu. 2023 habe es erstmals tödliche VerkehrsunfĂ€lle gegeben, weil die TĂ€ter auf der Flucht ein hohes Risiko eingingen.

In 276 FĂ€llen gelang es den TĂ€tern im Jahr 2023, Geld mitzunehmen. Insgesamt erbeuteten sie 28,4 Millionen Euro. Die SchĂ€den an GebĂ€uden und Technik seien aber bedeutend höher. So habe der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die SchĂ€den durch Geldautomatensprengungen fĂŒr das Jahr 2022 auf rund 110 Millionen Euro geschĂ€tzt, teilte das BKA mit.

@ dpa.de