Israel, Sudan

350 humanitÀre Helfer 2025 weltweit getötet

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Im Jahr 2025 sind weltweit 350 Mitarbeiter humanitÀrer Hilfsorganisationen bei ihrem Einsatz ums Leben gekommen.

350 humanitÀre Helfer 2025 weltweit getötet
Blick von Israel in den Gazastreifen (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das ergibt sich aus aktuellen Zahlen der Aid Worker Security Database, ĂŒber die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten.

Es handelt sich um die zweithöchste Zahl seit Beginn der Datenerfassung 1997. Im Jahr 2024 kamen 387 humanitÀre Helfer um. 2013 waren es 159 Todesopfer. 2026 sind es den Angaben zufolge bisher 83 Menschen.

Besonders gefĂ€hrlich sind EinsĂ€tze im Gaza-Streifen, wo infolge des Terrorangriffs der islamistischen Hamas und der israelischen Reaktion im vorigen Jahr 186 Helfer ums Leben kamen, sowie im Sudan mit 71 Todesopfern. Dort herrscht seit April 2023 ein blutiger BĂŒrgerkrieg. Er gilt als die derzeit grĂ¶ĂŸte humanitĂ€re Katastrophe ĂŒberhaupt. Mehr als 99 Prozent der im Einsatz verstorbenen humanitĂ€r Helfenden sind lokale EinsatzkrĂ€fte.

Der Sprecher der SOS-Kinderdörfer, Boris Breyer, sagte dem RND zu den Daten: "Auch 2025 waren humanitĂ€re Helferinnen und Helfer in vielen LĂ€ndern großen Gefahren ausgesetzt. Sie arbeiten oft unermĂŒdlich und bis an den Rand der Erschöpfung. Das verdient grĂ¶ĂŸten Respekt und mehr Schutz." Er fĂŒgte hinzu, dass diese Menschen trotz der massiven Belastung in schlimmsten Situationen die "Fahne der Menschlichkeit" hochhielten. HumanitĂ€r Helfende seien eigentlich durch das HumanitĂ€re Völkerrecht geschĂŒtzt, doch in der RealitĂ€t seien diese Menschen immer wieder Angriffen ausgesetzt. Das sei ein nicht hinnehmbarer Zustand, der enden mĂŒsse.

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