EU-Kommission genehmigt Förderung fĂŒr milliardenschweres Wasserstoffvorhaben
15.02.2024 - 13:35:36Die EU-WettbewerbshĂŒter haben am Donnerstag grĂŒnes Licht fĂŒr die milliardenschwere Förderung zur UnterstĂŒtzung der Energiewende gegeben, wie die EU-Kommission mitteilte. Die Behörde geht davon aus, dass durch die Förderung zusĂ€tzlich private Investitionen von rund 5,4 Milliarden Euro mobilisiert werden dĂŒrften. Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.
Das Vorhaben mit dem Namen "IPCEI Hy2Infra" war von Deutschland gemeinsam mit sechs weiteren EU-Staaten vorbereitet worden. Es besteht den Angaben zufolge aus 33 Einzelprojekten von 32 Unternehmen. Aus Deutschland beteiligt sich etwa der Energiekonzern RWE DE0007037129. Die teilnehmenden Firmen sollen auch mit externen Partnern wie potenziellen Abnehmern und UniversitÀten in ganz Europa zusammenarbeiten.
Die zustĂ€ndige EU-Kommissarin Margrethe Vestager sagte, dass beispielsweise Teilnehmer des "Westdeutschen Clusters" drei Elektrolyseure im Rhein-Ruhr-Gebiet bauen. Mit diesen GerĂ€ten wird Wasserstoff gewonnen. Mit erneuerbaren Energien betrieben, kann Wasserstoff aus Elektrolyseuren etwa eine klimafreundliche Alternative zu Gas sein oder als Kraftstoff fĂŒr Lkw benutzt werden.
Vestager teilte mit, bis Mitte 2027 werde der erzeugte Wasserstoff Unternehmen der Stahl-, Zement-, Chemie- und Raffineriebranche sowie der MobilitĂ€tsbranche zur VerfĂŒgung stehen. Damit sollen klimaschĂ€dliche CO2-Emissionen erheblich reduziert werden. Teil des Vorhabens ist den Angaben zufolge auch ein Offshore-Pipeline-Projekt in Deutschland, durch das Wasserstoff mit Windenergie aus der Nordsee erzeugt werden soll.
Weil die Produktion von Wasserstoff offiziell als gemeinsames europĂ€isches Interesse bestimmt wurde, ist das Vorhaben als sogenanntes "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) ins Leben gerufen worden. Dadurch gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstĂŒtzt werden. Es ist bereits das dritte IPCEI zur Förderung der Wasserstoffindustrie. Ein Ă€hnliches IPCEI gibt es etwa zur UnterstĂŒtzung der europĂ€ischen Batterieindustrie.

