Verdi NRW erklĂ€rt Tarifverhandlungen im Nahverkehr fĂŒr gescheitert
Veröffentlicht am: 12.03.2024 um 08:37 Uhr | dpa.deDie Gewerkschaft Verdi NRW hat die Tarifverhandlungen ĂŒber die Arbeitsbedingungen der etwa 30 000 BeschĂ€ftigten in den kommunalen Verkehrsbetrieben fĂŒr gescheitert erklĂ€rt, wie Verdi-Nahverkehrsexperte Peter BĂŒddicker am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er warf den Arbeitgebern mangelndes Entgegenkommen vor. "Wir werden eine Urabstimmung einleiten." Dabei werde ĂŒber unbefristete Streiks entschieden.
In Dortmund hatte am Montag die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt begonnen. DafĂŒr war ursprĂŒnglich auch der Dienstag vorgesehen. Vor dem Treffen hatte Verdi erklĂ€rt, dass die Positionen der Tarifparteien noch weit auseinanderlĂ€gen.
In den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft mit mehreren Warnstreikaufrufen den öffentlichen Nahverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland ĂŒber jeweils einen oder zwei Tage weitgehend lahmgelegt. Damit wollte sie den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Verdi fordert unter anderem zusĂ€tzliche freie Tage, um das Personal zu entlasten und die Berufe attraktiver zu machen. Sie mahnte fĂŒr die dritte Verhandlungsrunde ein Angebot der Arbeitgeber an. Der Arbeitgeberverband KAV NRW verwies in den vergangenen Wochen auf einen engen Finanzspielraum und eine deutliche Gehaltserhöhung zum 1. MĂ€rz, die vor lĂ€ngerer Zeit vereinbart worden sei. Der Verband hatte erklĂ€rt, dass er bei dem zweitĂ€gigen Treffen im Rahmen eines Gesamtpaketes einen Abschluss anstrebe.
