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SPD: ZusĂ€tzliche Stellen fĂŒr Kindergrundsicherung unerlĂ€sslich

05.04.2024 - 21:18:04

Im Konflikt um die Kindergrundsicherung hat SPD-Fraktionsvize Sönke Rix die PlĂ€ne von Familienministerin Lisa Paus (GrĂŒne) gegen Kritik der FDP in Schutz genommen.

"ZusĂ€tzliche Stellen im Familienservice sind unerlĂ€sslich, um eine umfassende Beratung und Betreuung fĂŒr Familien sicherzustellen", sagte der familienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Entscheidend sei, dass alle Familien die UnterstĂŒtzung erhielten, auf die sie Anspruch hĂ€tten. "Es versteht sich von selbst, dass dann auch mehr Familien die Leistung beantragen - und diese AntrĂ€ge dann auch bearbeitet werden mĂŒssen." Paus will zur Auszahlung der geplanten Kindergrundsicherung 5.000 neue Verwaltungsstellen einrichten, das stĂ¶ĂŸt auf vehementen Widerstand der FDP.

Damit setzt sich ein monatelanger Streit um das Sozialvorhaben fort, der sich zunĂ€chst um die Finanzierung drehte. "Was denkt sich in diesen Tagen eigentlich eine vierköpfige Familie, die jeden Cent zweimal umdrehen muss: Erst wird wie die Kesselflicker gestritten ĂŒber zwei oder zwölf Milliarden", kritisierte Rix die Koalitionspartner. "Und jetzt hĂ€ngt sich ein Koalitionspartner an einer einzigen Zahl auf und macht davon das Projekt Kindergrundsicherung abhĂ€ngig. Das ist unanstĂ€ndig." Rix forderte ein Ende des Konflikts. "Das Ziel der Koalition ist es doch, Kindern aus der Armut zu helfen - und das in einem insgesamt sehr reichen Land", sagte der SPD-Politiker. Die Beratung mĂŒsse "durchgehend und flĂ€chendeckend" zur VerfĂŒgung stehen, um allen Familien gerecht zu werden, unabhĂ€ngig von ihrem Wohnort oder ihrer sozialen Lage. Das Angebot solle niedrigschwellig und "im besten Fall komplett automatisch" sein. "Wir arbeiten gerade intensiv daran, den Entwurf aus dem Familienministerium so zu verbessern, dass er genau diese Anforderungen erfĂŒllt."

@ dts-nachrichtenagentur.de