Rehlinger, EinfĂŒhrung

Rehlinger drĂ€ngt auf EinfĂŒhrung von Industriestrompreis

25.09.2024 - 18:39:38

Im Ringen um Lösungen fĂŒr die Wirtschaftskrise drĂ€ngt die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) auf einen Strompreis-Subventionierung fĂŒr die deutsche Industrie.

"Wir brauchen eine Lösung fĂŒr wettbewerbsfĂ€hige Strompreise sowohl beim Industriestrompreis als auch bei Netzentgelten", sagte Rehlinger dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Die Strompreise seien zwar auch dank Entlastungen der Bundesregierung gesunken. "Im internationalen Wettbewerb sind sie aber weiterhin zu hoch und eine Belastung fĂŒr die Unternehmen hier, die ArbeitsplĂ€tze kostet", sagte die SPD-Politikerin. Der Landesvorsitzende und Fraktionschef der CDU im Saarland, Stephan Toscani, hĂ€lt die EinfĂŒhrung eines Industriestrompreises fĂŒr ĂŒberfĂ€llig.

Bundeskanzler Olaf Scholz und die SPD hĂ€tten im Bundestagswahlkampf 2021 einen Industriestrompreis von vier Cent pro Kilowattstunde versprochen. "Doch bis heute gibt es keine einzige konkrete Initiative der SPD, diesen auch umzusetzen", sagte Toscani der Zeitung. Dabei sei ein niedriger Strompreis "ein entscheidender Punkt", dass die Umstellung auf grĂŒnen Stahl funktioniere. "Im Moment ist der Strompreis so hoch, dass grĂŒner Stahl nicht wettbewerbsfĂ€hig ist", sagte Toscani. Der Vize-Chef der Unions-Fraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), warnte hingegen vor "sozialdemokratischer StaatsglĂ€ubigkeit". "Schuldenfinanzierte Förderpolitik ist das letzte, was unsere Wirtschaft jetzt braucht", sagte Spahn dem "Handelsblatt". "Wir bleiben nur Industrieland, wenn die Bedingungen fĂŒr alle Unternehmen besser werden: Stromsteuer auf das europĂ€ische Minimum, Netzentgelte runter, Unternehmenssteuer senken, Sozialabgaben bei 40 Prozent deckeln."

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