Jubel, Hockey-Park

Jubel im Hockey-Park - Neunter EM-Titel fĂŒr Deutschland

16.08.2025 - 20:11:52

Im spannenden EM-Finale fÀllt die Entscheidung erst in der Zusatzschicht. Die deutschen Spieler zeigen NervenstÀrke.

Der Jubel im Mönchengladbacher Hockey-Park kannte keine Grenzen. Erstmals nach zwölf Jahren haben die deutschen Hockey-Herren wieder einen EM-Titel gewonnen und bleiben mit nun neun Erfolgen Rekordsieger in diesem Wettbewerb. Die Mannschaft von Bundestrainer André Henning bezwang in einem spannenden Endspiel Olympiasieger Niederlande. Nach dem 1:1 in der regulÀren Spielzeit gelang ein 4:1 im Penalty-Shootout, damit ist das DHB-Team nun amtierender Weltmeister und EM-TiteltrÀger.

«Unglaublich, in diesem Stadion, diese ganzen Zuschauer. Wir haben so gekĂ€mpft das komplette Turnier, wir haben immer an den Traum geglaubt, Europameister zu werden», sagte TorhĂŒter Jean Danneberg bei Magentasport. «Das sind die besten Jungs, das ist die beste Mannschaft, in der ich je gespielt habe», sagte der Keeper.

Die Ära unter Henning ist mit dem WM-Titel, der gewonnenen Europameisterschaft und Olympia-Silber 2024 bislang ĂŒberaus erfolgreich. Zudem sicherte sich die Mannschaft schon vor dem Finale das Ticket fĂŒr die Weltmeisterschaft 2026 in Belgien und den Niederlanden.

Entscheidung erst im Shootout

Im mit fast 10.000 Zuschauern ausverkauften Hockey-Park fiel die Entscheidung fĂŒr die deutsche Mannschaft zwei Tage nach dem grandiosen Halbfinalsieg gegen Spanien (4:1) erst im Shootout. Zuvor glich Justus Weigand (46.) fĂŒr die DHB-Auswahl aus. Die NiederlĂ€nder, die zuvor vier der letzten fĂŒnf Europameisterschaften gewinnen konnten, kamen durch Tijmen Reyenga (26. Minute) zum 1:0.

FĂŒr den deutschen KapitĂ€n Mats Grambusch war es nach 14 Jahren im Nationaltrikot das letzte LĂ€nderspiel, in dem der gebĂŒrtige Mönchengladbacher einen krönenden Abschluss vor seiner HaustĂŒr feiern konnte. Bundestrainer Henning wusste, dass das einen Zusatz-Joker fĂŒr das Finale bedeutet. «Er spielt fantastisch im Moment und wird einiges dafĂŒr tun, dass es ein happy, happy Ende wird», sagte der 41-JĂ€hrige.

NiederlÀnder starten stark

Mit den NiederlĂ€ndern hatte die deutsche Mannschaft nach der unglĂŒcklichen Niederlage im Olympiafinale von Paris noch eine Rechnung offen. Dementsprechend motiviert und konzentriert ging die DHB-Auswahl auch in die Partie. Allerdings begann der Titelverteidiger sehr stĂŒrmisch und setzte die deutsche Auswahl massiv unter Druck. 

In der 6. Minute konnte TorhĂŒter Danneberg, der ein gutes Spiel machte, einen Schuss von Koen Bijen gerade noch an den Pfosten lenken. Die GĂ€ste waren spielbestimmend und hatten durch Tjep Hoedemakers eine weitere Möglichkeit, die der deutsche Schlussmann parierte. Deutschland kam erst in der 22. Minute zu zwei Strafecken, die aber nicht genutzt wurden. 

Deutsche SchĂŒtzen sicher

Dann traf Reyenga nach der ersten Ecke fĂŒr die Oranjes zum 1:0 und der Druck des Olympiasiegers ließ nicht nach. Danneberg stand hĂ€ufig im Mittelpunkt und bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren RĂŒckstand. In der Offensive fehlte dem deutschen Team die Durchschlagskraft. Erst Weigand gelang mit einem abgefĂ€lschten Schuss vom Kreis der Ausgleich. Im Shootout trafen Weigand, Michael Struthoff, Hannes MĂŒller und Thies Prinz.

@ dpa.de