Warnstreiks gehen weiter - Nahverkehr ab Dienstag betroffen
10.03.2025 - 12:22:59So liefen am Morgen Warnstreiks im Bauhof des Betriebshofes Bad Homburg sowie in der Technischen Verwaltung Hanau an, die bis Samstag (15. MÀrz) dauern sollen, wie eine Verdi-Sprecherin sagte. Arbeitsniederlegungen sollte es auch in den Kliniken Höchst und in Hanau geben.
Bereits am Vorabend waren wegen eines Warnstreikaufrufs bei den stĂ€dtischen BĂŒhnen Frankfurt AuffĂŒhrungen ausgefallen, wie Verdi mitteilte. Betroffen waren demnach die Vorstellungen im groĂen Schauspielhaus und Kammerspiel. Die AuffĂŒhrung in der Oper sei zudem nur konzertant aufgefĂŒhrt worden.
Stillstand bei Frankfurter U- und StraĂenbahnen erwartet
Die Gewerkschaft will die Aktionen in den kommenden Tagen noch deutlich ausweiten. So sind bei den Verkehrsgesellschaften VGF und ESWE in Frankfurt und Wiesbaden sowie bei den Offenbacher Verkehrsbetrieben von diesem Dienstag (11. MĂ€rz) an jeweils dreitĂ€gige Warnstreiks geplant. Bei der Kasseler Verkehrsgesellschaft ruft Verdi die BeschĂ€ftigten fĂŒr diesen Mittwoch (12. MĂ€rz) zu einem eintĂ€gigen Warnstreik auf. Die FahrgĂ€ste mĂŒssen sich auf EinschrĂ€nkungen einstellen. Parallel dazu ruft Verdi fĂŒr Dienstag in Frankfurt und fĂŒr Mittwoch in Kassel zu Demonstrationen auf.
Nach Angaben der stĂ€dtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiq dĂŒrften von Dienstag bis Donnerstag die ZĂŒge aller neun U-Bahnlinien und zehn StraĂenbahnlinien wegen des Warnstreiks in den Depots bleiben. "Vor allem das Bestreiken der U-Bahn als "RĂŒckgrat" des stĂ€dtischen Nahverkehrsnetzes wird viele FahrgĂ€ste schmerzhaft treffen", erklĂ€rte das Unternehmen. Da aber S-Bahnen, RegionalzĂŒge und auch die stĂ€dtischen Frankfurter Buslinien verkehren, böten sich im Frankfurter Nahverkehrsnetz Alternativen. FahrgĂ€ste sollten sich wegen der stĂ€rkeren Nachfrage aber auf vollere Busse einstellen und sich vor ihrem Fahrtantritt aktuelle Informationen einholen, empfahl traffiq.
Tarifverhandlungen gehen Mitte MĂ€rz weiter
Hintergrund der Aktionen ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen. Die Verhandlungen werden Mitte MĂ€rz in Potsdam fortgesetzt. Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich, und höhere ZuschlĂ€ge fĂŒr die Arbeit zu belastenden und ungĂŒnstigen Zeiten.
Die AusbildungsvergĂŒtungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. AuĂerdem verlangt die Gewerkschaft drei zusĂ€tzliche freie Tage. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen als nicht finanzierbar zurĂŒckgewiesen.

