Tarifrunde im öffentlichen Dienst ohne AnnÀherung
18.02.2025 - 19:10:52 | dpa.de"Die Arbeitgeber verweigern ein Angebot", sagte Verdi-Chef Frank Werneke nach Abschluss der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam. Weder zum Thema Löhne noch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen habe es irgendwelche ZugestĂ€ndnisse gegeben. "Die Arbeitgeber mauern komplett. Eine VerstĂ€ndigung ist derzeit nicht in Sicht", erklĂ€rte Werneke. Der VerhandlungsfĂŒhrer des Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, erklĂ€rte: "Ohne weitere Warnstreiks kommen wir hier wohl nicht weiter."
Verdi und der dbb verlangen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber von 350 Euro monatlich. Zugleich wollen sie drei zusĂ€tzliche freie Tage aushandeln. Die BeschĂ€ftigten sollen flexible Arbeitszeitkonten bekommen und selbst entscheiden, ob sie Ăberstunden auszahlen lassen oder ansammeln wollen. Die Kommunen warnen vor einer Ăberlastung der teils hoch verschuldeten StĂ€dte und Gemeinden.
Neue Warnstreiks wahrscheinlich
Die Gewerkschaften hatten bereits vor den GesprĂ€chen durchblicken lassen, dass sie zu einer deutlichen Ausweitung der Warnstreiks bereit sind, wenn Bund und Kommunen kein Angebot vorlegen. Möglich wĂ€ren gröĂere Aktionen in Kitas, im Nahverkehr, in FlughĂ€fen oder bei der MĂŒllabfuhr - und das noch vor der Bundestagswahl, also in dieser Woche. Die Tarifverhandlungen werden Mitte MĂ€rz fortgesetzt.
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